Gala-Abend für Trient und Sopron

Städtepartnerschaften feiern 30-jähriges Jubiläum

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Oberbürgermeister Thomas Kiechle probierte das Gastgeschenk vom Trienter Bürgermeister Alessandro Andreatta - eine Schildkröte zum Schaukeln - sofort aus. 

Ein willkommener Anlass für einen Besuch in Kempten ist die Allgäuer Festwoche alljährlich auch für Delegationen aus den Partnerstädten Bad Dürkheim, Sligo, Quiberon, Trient und Sopron.

Neben der traditionellen Patenwein-Probe am Eröffnungstag auf dem Festgelände gab es diesmal auch ein Jubiläum – oder besser gesagt: zwei Jubiläen – zu feiern.

Vor 30 Jahren wurden die Städtepartnerschaften von Kempten mit Trient sowie mit Sopron besiegelt. Beim Gala-Abend erinnerte OB Thomas Kiechle daran, dass nach „fast zehnjähriger freundschaftlicher Verbindung der Trienter Stadtpolizei und der International Police Association Kempten (IPA)“ am 8. Mai 1987 die Städtepartnerschaft im italienischen Trient begründet worden sei, besiegelt vom damaligen Trienter Bürgermeister Adriano Goio und Kemptens Altoberbürgermeister Dr. Josef Höß bei einem Festakt im Palazzo Thun. Im Herbst desselben Jahres, genau am 15. September, habe Höß mit dem damaligen Bürgermeister Joszef Markó nach einer relativ kurzen „Verlobungszeit“ dann auch die Städtepartnerschafts-Urkunde im ungarischen Sopron unterzeichnet. Die vergangenen Jahrzehnte seien „geprägt von zahlreichen Austauschen, Begegnungen, Verbindungen, Kontakten und Freundschaften“. Neben verschiedenen Gruppen, unter anderem den Naturfreunden, schulischen, musikalischen sowie sportlichen Verbindungen, bestehe seit über 20 Jahren auch die des Kemptener Kunstkabinetts von Maria und Dr. Erich Farkas mit der Trienter Künstlergruppe „La Cerchia“. 

30 Jahre Städtepartnerschaften mit Sopron und Trient 

Zur Erinnerung übergab Kiechle dem Soproner Bürgermeister Dr. Tamás Fodor und dem Trienter Bürgermeister Alessandro Andreatta jeweils eine getöpferte Kässpatzenschüssel, gefüllt mit hiesigen Spezialitäten und einer Übersetzung des Kässpatzen-Rezeptes in die jeweilige Landessprache. Fodor, der die Beziehung zu Kempten als „die harmonischste unserer Städtepartnerschaften“ lobte, revanchierte sich mit einer „handgefertigten Erinnerung“, einer Glasarbeit die Sopron und Kempten einträchtig vereint. Andreatta bezeichnete Städtepartnerschaften als „eine der größten friedlichen Bewegungen“ und überreichte Kemptens OB eine Schildkröte auf Stahlfeder zum Draufsitzen – was Kiechle auch gleich ausprobierte.

Christine Tröger

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