Offenbarung mit Paprika

Ein Wiedersehen gibt es unter anderem mit dem französischen Hornisten Hervé Joulain, der bereits zweimal in Kempten auf der Bühne stand. Foto: kb

Das Internationale Festival der Kammermusik „Fürstensaal Classix“ geht unter künstlerischer Leitung des Pianisten Oliver Triendl und der Organisation von Dr. Franz Tröger in einer Woche in die siebte Runde. Ab Sonntag, 16. September, heißt es im Stadttheater „Éljen a Magyar! Ungarn: Kammermusik mit Paprika“ – eine Offenbarung des musikalischen Reichtums dieses Landes am östlichen Rand Europas, der zusammen mit den Künstlerbiographien stolze 120 Seiten Programmbuch füllt.

Neben abwechslungsreichen Konzerten und einem Komponistengespräch mit László Tihanyi, dem Composer-in-Residence, kann die 24-köpfige Musikerelite Europas – eine prominente „Besetzung“ sind schon allein die sieben Stradivaris, die in Kempten vereint sein werden – auch wieder in öffentlichen Proben beobachtet und „belauscht“ werden. Neu sind die Orte für die kostenlosen, öffentlichen Proben in der AÜW-Stadtsäge (Illerstraße 12) und im TheaterOben. Von Montag, 17. September, bis Samstag, 22. September, sind Interessierte dort von ca. 9 bis 18 Uhr herzlich willkommen mitzuerleben, wie Profis ein ihnen bislang in großen Teilen unbekanntes Repertoire erarbeiten, um es in den Konzerten zum Hörerlebnis werden zu lassen. Die Probenpläne werden täglich an den beiden Orten ausgehängt. Als besondere Überraschung wird der norwegische Komponist Ragnar Söderlind, Composer-in-Residence des Festivals 2009, für drei Tage anwesend sein, um den Proben und der Uraufführung seiner Komposition über eine ungarische Stadt beizuwohnen. Das Eröffnungskonzert am 16. September soll zum Start der Woche ein Schnupperangebot für neugierige, aber noch unentschlossene Musikliebhaber sein, das für zehn Euro besucht werden kann. Als Schirmherr des Festivals wird der ungarische Generalkonsul aus München, Tamás Mydlo, zu Gast sein und der Leiter des Kulturzentrums „Franz Liszt” der Partnerstadt Sopron, Péter Kóczán. In den fünf Konzerten von Mittwoch, 19. September, bis einschließlich Sonntag, 23. September, geht es schließlich in die intensive Phase mit bekannten Stücken von Franz Liszt, Zoltán Kodály oder auch Joseph Haydn. Zahlreiche weniger geläufige Werke von Komponisten wie Ferenc Farkas, Zoltán Jeney, Sándor Veress oder eben auch László Tihanyi – der als Composer-in-Residence traditionell auch eine Uraufführung beisteuert – kommen zum Zug. Programm, Termine und weitere Hintergrundinfos gibt es unter www.fuerstensaalclassix.de. Karten für die Konzerte im Theater gibt es beim KREISBOTEN in der Salzstraße 30.

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