Wenn Schule Spaß macht

Tag der offenen Tür an der Schule Buchenberg

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Theresa Kauf (links) aus der Klasse 10 M zeigt Joline Rietzschel (Mitte), wie man Flammen bunt färben kann. Jolines große Schwester Emily (rechts) kennt sich damit bestens aus, denn sie hat selbst das Experiment oft an der Schule durchgeführt.

Buchenberg – Zum Tag der offenen Tür hatte die Schule Buchenberg am Valentinstag die Bevölkerung eingeladen.

Schulleiterin Cornelia HeßThamm durfte am Nachmittag zahlreiche Besucher in der alten Aula begrüßen. Mit rhythmischen Liedern, z. B. aus dem Musical „Mamma Mia“ stimmte der Schulchor unter Leitung von Lehrerin Petra Wiedemann auf den Nachmittag ein.

Nach dem Umbau der Schule im letzten Jahr besticht schon der Eingangsbereich mit seinen hellen, freundlichen Räumen und den farblich abgestuften Garderoben. Man fühlt sich willkommen. In den unterschiedlichen Klassenzimmern und Fachräumen konnte man sich über die Angebote der Schule informieren. Im PC-Raum der Mittelschule gab es z. B. Informationen und ein Quiz über das Fach Wirtschaft. Spannende Versuche zeigten Schüler der Mittelschule im Fach PCB (Physik/Chemie/ Biologie) im Physikraum unter Aufsicht der Lehrkräfte Verena Wirthensohn und Tobias Pilz. Florian und Jennifer aus der Klasse 10 M zeigten z. B. wie man Salz durch Verdunstung von Wasser gewinnen kann. Dafür hatten sie Meerwasser aus Wasser unter Zugabe von Sand und Salz simuliert, das dann in einer Schale auf einem Bunsenbrenner verdunstete. Übrig blieb reines Salz. 

Im Fach Technik wurden im Technikraum das Fach und verschiedene Stationen vorgestellt. Im Kunstraum konnten vor allem kleinere Kinder unter Anleitung von Lehrerin Sabine Rasch Nagelbilder herstellen. Da gab es Fische und manches Herzchen, das gerade passend an diesem Tag für die Mama gebastelt wurde. Im Untergeschoss konnte man sich bei Lehrerin Angelika König über die Bienen AG im eigens dafür eingerichteten Bienen-AG-Raum informieren und natürlich den selbst geschleuderten Honig kennenlernen und erwerben. Im Betreuungsraum der Offenen Ganztagsschule informierten die Betreuerinnen Carina Becker und Annette Schröter über ihre Angebote. Bei Gummibärchen und Mitmachspielen verging auch hier die Zeit wie im Flug. Im Musiksaal informierte Lehrerin Silke Eichbauer über die Angebote im Fach Musik.

Gemeinsames Musizieren, auch an Instrumenten, sei ein großes Anliegen der Schule, betonte sie. „Im Musikunterricht lernen die Schüler Instrumente kennen und werden so langsam an Instrumente herangeführt, die sie vielleicht später mal erlernen wollen. In der Schule haben sie die Möglichkeit, Instrumente wie Gitarre, Ukulele, Trommeln usw. einfach mal kennenzulernen und auszuprobieren, ohne gleich ein Instrument kaufen zu müssen, das dann vielleicht zuhause bald in der Ecke liegt und nicht mehr benutzt wird“, sagt sie. In der Schulküche hatten die Schüler und Schülerinnen im Fach „Soziales“ Tische ansprechend gedeckt. Die Besucher sollten sehen, wie es in der hellen und lichtdurchfluteten Schulküche aussieht, wenn gekocht und hinterher gemeinsam gegessen wird. Unter Anleitung von Fachlehrerin Sybille Epp mixten die Schüler an diesem Tag leckere Smoothies aus Bananen, Mangos, Kiwis, Himbeeren und anderen Früchten. Salawa aus Syrien und Alon aus dem Kosovo sind in der 9. Klasse bestens integriert und hatten, wie die anderen Schüler große Freude daran, die Gäste mit Drinks zu bedienen. 

In der Mensa gab es Informationen über Berufsorientierung, verschiedene Aktionen wie „Praxis bildet“, Berufsfindungsabende, Betriebspraktika und Beriebserkundungen. MitKaffee und verschiedenen Kuchen, die sie ausnahmslos selbst gebacken hatten, bewirteten hier die Schüler die Gäste. Alles sei weggegangen, sagt Lehrerin Simone Philipp. Sie habe sogar noch Schüler losschicken müssen, um Getränke nachzukaufen. Eine interessante Einrichtung an der Schule ist auch der Schulladen, in dem man alles, was man in der Schule braucht, angefangen bei Bleistift, Radiergummi und Spitzer bis hin zu Heften, Ordnern und Schnellheftern erwerben kann. Der Schulladen ist täglich in der ersten Pause geöffnet, erzählt Barbara aus der Klasse 7 M, die dieses Jahr zum ersten Mal mit viel Spaß verkauft. Greta aus der 6. Klasse hilft ihr heute dabei und freut sich schon auf nächstes Jahr, wenn sie mit dabei sein darf. Ab der 7. Klasse dürfen die Schüler verkaufen. Selbst Bürgermeister Toni Barth war den ganzen Nachmittag anwesend, obwohl er die Schule bestens kennt. Er selbst sei schon von 1969 bis 1975 hier in die Schule gegangen, bevor er in die höhere Schule nach Kempten wechselte. Er sei immer gern in die Schule gegangen, sagte er. 

Die alte Turnhalle habe er schon als Schüler erlebt und später als Fußballtrainer. Um ihrer kleinen Schwester Joline die Schule zu zeigen, ist Emily Rietzschel heute gekommen. Sie selbst ist von der 1. bis zur 10. Klasse hier in die Schule gegangen. Sie war damals zweite Klassensprecherin und dann erste Schulsprecherin. Heute besucht sie die 11. Klasse im Sozialen Zweig der Fachoberschule in Kempten und bereitet sich auf das Abitur vor. Ihre Schwester besucht zur Zeit die 6. Klasse in Weitnau. Die Familie ist vor einigen Jahren von Ahegg nach Weitnau gezogen. Emily konnte die Schule in Buchenberg abschließen, während Joline bereits in Weitnau eingeschult wurde. Am Anfang des Nachmittags ist sich Joline noch nicht sicher, ob sie nach Buchenberg wechseln will. Sie wäre die einzige aus ihrer Klasse. Sie möchte gerne auf einen M-Zweig gehen, um die Mittlere Reife machen zu können. Diese Möglichkeit gibt es in Weitnau aber nicht. Nach dem Nachmittag in Buchenberg ist sie sich sicher: „Ja, ich will nach Buchenberg wechseln. Mir hat einfach alles gefallen hier.“ Auch Emily hat nur gute Erinnerungen an die Schule. Sie ist gerne in die Schule gegangen und kommt immer gerne zurück, auch um ihre frühere Lehrerin Verena Wirthensohn zu besuchen. 

Am Ende des Tages fasst Konrektor Ingo Büttner zusammen: „Es war ein anregender Nachmittag. Es sind wesentlich mehr Besucher gekommen als die letzten Jahre. Die Schule erfreut sich auch wieder an Zuwachs. Bereits heute gab es zahlreiche Anmeldungen für die 5. Klasse, für den M-Zweig und für die OGTS (Offene Ganztagsschule). Gerade bei der OGTS nehmen die Anmeldungen rasant zu, weil mehr und mehr Eltern berufstätig sind und die Kinder Betreuung brauchen. Diese Entwicklung wurde bereits im letzten Jahr beim Umbau weitsichtig in die Planung mit einbezogen. Es werden auch weiterhin neue Räumlichkeiten zur Verfügung stehen.“ Auch Schulleiterin Cornelia HeßThamm ist mit dem Nachmittag höchst zufrieden. Sie sei gar nicht dazugekommen, die einzelnen Angebote in den anderen Räumen zu besuchen, so sehr sei sie im Lehrerzimmer in Beschlag genommen worden. Dort stand sie für Informationen über die Mittelschule, die Regelklassen, die M-Klassen in der 5. und 6. Jahrgangsstufe und die M-Klassen in den höheren Klassenstufen zur Verfügung. „So soll es ja sein“, meinte sie abschließend. „Ein durch und durch erfolgreicher Nachmittag!“ 

Uschi Ostermeier-Sitkowski

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