Offenes Ohr

Einer der Punkte, an denen man die Jüngeren treffen kann, ist das Jugendcafé in der alten Gerbe. Foto: Schubert

Die mobile Jugendarbeit in Isny ist offensichtlich auf dem richtigen Weg. Zwar gibt es immer wieder Schwierigkeiten mit rivalisierenden Gruppen, übermütigen Jugendlichen oder echten „Durchhängern“, aber genau dafür ist in Isny die mobile Jugendarbeit eingerichtet worden. Ihr Motto lautet: „Wir sind da.“ „Da sein“ heißt aber eben nicht nur, sich an Öffnungszeiten zu orientieren, an einen Ort gebunden zu sein oder einen speziellen Inhalt. Das Leitmotiv stellt hohe Anforderungen an die Fähigkeit des Mitarbeiters, sich sowohl zeitlich als auch örtlich und thematisch flexibel auf wechselnde Bedingungen einzustellen.

Das Jugendzentrum Go In war im vergangenen Jahr einer der Schwerpunkte der Jugendarbeit. Vieles musste überdacht, die Zuständigkeiten neu geregelt werden und die Vorstände benötigten zudem dringend Unterstützung. Da ging es nicht nur um interne Sachen, sondern auch darum, Aussprachen und Kontakte zu Gruppen zu finden, die außerhalb des Jugendzentrums sind. Miriam Mayer, pädagogische Fachkraft, unterstützt und begleitet die Vorstandsarbeit und hat selbst eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen, mit denen sie einmal pro Woche zusammen kommt. Mit Street- worker Sven Pahl arbeitet sie sehr kooperativ und eng zusammen. Ein weiterer Ausbau der sozialpädagogischen Jugendarbeit ist in Vorbereitung und die Stadtverwaltung sieht gute Möglichkeiten, das auch zu verwirklichen. Pahl selber, mobiler und pädagogischer Zehnkämpfer, hängt bis über beide Ohren in der Arbeit drin. Ein weiterer zentraler Punkt ist der Skaterplatz hinter den Schulen im Sportgelände. Das ist im Augenblick ein Rückzugsplatz der Jugendlichen. Die Hütte der TV wurde renoviert, Präsenz der mobilen Jugendarbeit zu bestimmten Zeiten war gegeben. Der Skaterplatz ist ein „öffentlicher Raum.“ Wichtig ist dort die Aggressionsprävention und trotzdem soll den Jugendlichen neben dem Gefühl von relativer Sicherheit die Möglichkeit eingeräumt sein, sich frei zu entfalten. Viele der umsetzbaren Ideen kommen aus dem „Team Jugendarbeit“, das sich regelmäßig trifft und auch sonst inzwischen gut zusammenarbeitet. Das Ziel ist es, die Jugendarbeit weiter zu professionalisieren und eventuell noch neue Bereiche zu erreichen. Sven Pahl hat dafür unter der Telefonnummer 0160/93 95 95 84 immer ein offenes Ohr.

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