Offensive mit Fortschritten

Erfolgreicher Spatenstich: Alfons Keisinger, Rektor der Wittelsbacher Schule (v.l.), Schulleiter Toni Hartmann, Schulamtsleiterin Birgitt Richter, Architekt Wilhelm Huber, Bürgermeisterin Sibylle Knott, Baureferentin Monika Beltinger und Referatsleiter Benedikt Mayer. Foto: Matz

Kaum war das Festwochen-Milchzelt abgebaut, rollten kürzlich Bagger auf das Gelände der Staatlichen Realschule in der Salzstraße, um wie angekündigt mit den Arbeiten am neuen Mensagebäude mit sechs neuen Klassenräumen zu beginnen. Am Dienstag vergangener Woche fand nun der offizielle Spatenstich statt. „Das Ende des Provisoriums in der Schweigwiesschule ist absehbar“, freute sich Schulleiter Toni Hartmann.

In seiner Ansprache blickte Hartmann auf die zehnjährige Suche nach neuen Räumen für die Schule zurück. „Was lange währt, wird endlich gut“, frohlockte er und erinnerte daran, dass bereits seit 2001 sechs Klassen seiner Schule in der Schweigwiesschule untergebracht sind und weitere neun Räume in der Wittelsbacher Schule von der Realschule mitgenutzt werden. Ab dem neuen Schuljahr werden es sogar elf sein, wie Hartmann gegenüber dem KREISBOTEN erläuterte, da die Bildungseinrichtung mit rund 1000 Schülern zum neuen Schuljahr rechnet. Bürgermeisterin Sibylle Knott (FW) bezeichnete den Neubau des Mensagebäudes als „ein weiteres Projekt im Rahmen unsere Schulausbauoffensive“. „Wir tun das für die Zukunft der Kinder“, sagte sie. Ziel der Planungen sei gewesen, eine Mensa für Real- und Wittelsbacher Schule zu bauen, so Knott weiter. Da die Arbeiten während des laufenden Schulbetriebs stattfinden müssen, wünschte sie allen Beteiligten gute Nerven. Sechs neue Räume Mit Hilfe einer Trennwand könne die neue Mensa künftig in einen Speisesaal und einen Aufenthaltsraum zum Beispiel für Theateraufführungen aufgeteilt werden, berichtete die Bürgermeisterin. Im Zuge der Arbeiten entstehen Knott zufolge im neuen Gebäudeteil auch sechs neue Klassenzimmer. Der Anbau sei „modern und zeitgemäß“, lobte sie. Außerdem werde der neue Gebäudeteil so konstruiert, dass er weiterhin problemlos für die Allgäuer Festwoche und das Milchzelt genutzt werden könne. Architekt Wilhelm Huber aus Betzigau zeigte sich ebenfalls zuversichtlich: „Neu- und Altbau werden eine Symbiose eingehen“, betonte er. Mit der Fertigstellung des Gebäudes rechnet er im Juli 2012. Die Kosten belaufen sich nach seinen Angaben auf rund 3,4 Millionen Euro. Wie die städtische Projektleiterin Petra Albrecht von der Bauverwaltung erklärte, soll nach der Allgäuer Festwoche 2012 mit der Sanierung des 1914 gebauten Schulgebäudes begonnen werden. Unter anderem sehen die Pläne künftig Barrierefreiheit vor. Darüber hinaus soll nach dem Bau der Mensa im Herbst 2012 mit dem Umbau und der Neugestaltung des Außenbereichs und des Schulhofs begonnen werden. „Wir sind ja nicht nur eine Aufbewahrungsanstalt“, freute sich Schulleiter Hartmann in diesem Zusammenhang über die dann vorhandenen Freizeitmöglichkeiten für seine Schüler. Allerdings hatte OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) unlängst die dafür anfallenden Kosten in Höhe von rund 800 000 Euro kritisiert (der KREISBOTE berichtete). Nun muss die städtische Bauverwaltung ihre dahingehenden Pläne noch einmal optimieren, so der einhellige Auftrag des Bauausschusses.

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