Die Arbeiten gehen (endlich) los

"Happy End" für Betzigau

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Der Bau der Ortsumfahrung kann losgehen. Landrat Gebhard Kaiser (v.l.), OB Dr. Ulrich Netzer, Betzigaus zweiter Bürgermeister Dieter Häringer und Bruno Fischle, Leiter des Staatlichen Bauamts, geben am Mittwoch den offiziellen Startschuss.

Betzigau – „Was lange währt, wird endlich gut“ und „Ende gut, alles gut“ waren Aussagen, die am Mittwochvormittag beim feierlichen Spaten- stich zur Ortsumfahrung Betzigau getroffen wurden. Eine Anwohnerin meinte sogar: „Ich hab gedacht, wir erleben das nicht mehr.“

Jahrelang liefen die Planungen für die Maßnahme, viele Diskussionen und Gespräche liegen hinter den Verantwortlichen, Grundstückskäufe und Grundstückstauschgeschäfte waren nötig – doch nun ist es geschafft. Im Mai sollen die Arbeiten (endlich) losgehen.

Dass die Ortsumfahrung Betzigau ein Thema ist, das viele betrifft, zeigte sich beim Spatenstich. Rund 80 Leute waren gekommen, um beim offiziellen Startschuss für das 15-Millionen-Projekt dabei zu sein. Von einer „ganz bedeutenden Baumaßnahme und der größten des Landkreises Oberallgäu in den Jahren 2014, 2015 und 2016“ sprach Landrat Gebhard Kaiser (CSU). Er freute sich besonders, dass der Spatenstich noch vor Ende seiner Amtszeit erfolgen konnte. Um die Ortsumgehung möglich zu machen, mussten verschiedene Grundstücksgeschäfte abgewickelt werden, die zwar nicht immer leicht waren, aber ohne Rechtsstreit vonstatten gingen.

Rund 9,6 Hektar Grundstücke mussten gekauft werden. „Mit dem Spatenstich sind alle Grundstückserwerbe abgeschlossen“, so Kaiser. Der Landrat bedankte sich bei allen be- troffenen (ehemaligen) Grundstückseigentümern, der Kreistiefbauverwaltung, der Gemeinde Betzigau und der Stadt Kempten für die Vorarbeiten zu diesem „Gemeinschaftswerk“.

Dank war bei diesem Spatenstich von allen Seiten zu hören. Auch Bruno Fischle, Leiter des Staatlichen Bauamts Kempten, Kemptens OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) und der zweite Bürgermeister der Gemeinde Betzigau, Dieter Häringer, der den aus familiären Gründen verhinderten Bürgermeister Roland Helfrich vertrat, richteten ihren Dank an alle Beteiligten. Alle drei betonten auch, wie lange die Diskussion um die Ortsumfahrung Betzigau sie schon beschäftige.

Laut Fischle bringt die rund zwei Kilometer lange Ortsumfahrung im Zuge der Kreisstraßen OA 18 und OA 23 eine Entlastung von mindestens 50 Prozent. Die Umgehung ist vor allem auch für die Anwohner von Leupolz und Lenzfried eine Entlastung, da Lkws wegen einer niedrigen und schmalen Bahnunterführung nicht durch Betzigau fahren können und daher über Leupolz, Lenzfried und den Schumacherring auf die B12 oder A7 fahren. Um diese Situation nach Fertigstellung der Ortsumfahrung noch weiter zu verbessern, laufen aktuell Voruntersuchungen für eine geplante Anschlussstelle an die B12.

Die Ortsumfahrung:

Die Ortsumfahrung Betzigau führt künftig von der A7 kommend über die Kreisstraße OA23 nach Westen abschwenkend unter der Bahn und zwischen Betzigau und Minderbetzigau hindurch bis zur jetzigen Einmündung ins Gewerbege- biet. Von dort über die Kreisstraße OA18 (jetzige Westendstraße) im weiteren Verlauf parallel zur Bahn und nördlich von Betzigau wieder unter der Bahn zurück zum alten Bestand. Im Mai soll mit den Bauarbeiten begonnen werden. Vorgesehen sind in diesem Jahr unter anderem der Bau der Brücke über den Betzigauer Bach, der Bau des Kreisverkehrs im Bereich der Einmündung zum Gewerbegebiet Westendstraße, sowie die Erstellung von Baustraßen und weiteren Provisorien. Die Gesamtkosten für die Baumaßnahme, die Ende 2016 fertig gestellt sein soll, belaufen sich auf rund 15 Millionen Euro. Wie Landrat Gebhard Kaiser (CSU) beim Spatenstich am Mittwoch bekannt gab, wurden vom Freistaat 80 Prozent Zuschuss zugesagt.

Melanie Läufle

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