Ohne Wechselwirkungen

Während die Fahrer aus dem Göhlenbach kommend in der Stadtbadstraße freie Fahrt haben, wird in Richtung Göhlenbach durch Ausbuchtungen abgebremst. Foto: Matz

Einseitige Angelegenheit in der Stadtbadstraße: Während Autofahrer vom Aybühlweg kommend wegen der drei Ausbuchtungen nur sehr langsam durch die Tempo-30-Zone zuckeln können, haben Fahrer vom Göhlenbach kommend freie Fahrt und können durchrauschen. Denn wo eigentlich ebenfalls zwei Ausbuchtungen zum Verlangsamen des Verkehrs stehen sollten, steht – nichts. Daran ändern wird sich frühestens Anfang 2013 etwas, wie Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann auf Anfrage erklärte.

Ursprünglich sah der Plan des Tiefbauamtes vor, auf beiden Seiten der Stadtbadstraße wechselseitig jeweils zwei Ausbuchtungen zu errichten, um den Verkehr zu verlangsamen. Damit sollte der Ausweisung der Stadtbadstraße als Tempo-30-Zone auch praktisch Nachdruck verliehen werden. Wer unterdessen öfter mit dem Auto durch die Stadtbadstraße muss, ist jedoch verwundert: Während vom Aybühlweg kommend auf Seiten der neuen JuFa gleich drei Buchtungen das Tempo drosseln, hat der vom Göhlenbach kommende Gegenüber freie Fahrt. „Es stimmt – es fehlt noch eine Ausbuchtung”, bestätigte Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann am Montag. Der Grund, dass der Bau auf der Straßenseite gegenüber der JuFa bislang noch nicht erfolgt ist, sei das Neubaugebiet in der Alfred-Weitnauer-Straße (Jakobswiese). Solange dort noch gearbeitet werde und die bisherigen Senkrechtparkplätze östlich der Alfred-Weitnauer-Straße – dort wo die vierte Insel errichtet werden soll – nur provisorisch angelegt sind, müssen die Anwohner noch warten. Gegenüber dem KREISBOTEN ging Wiedemann davon aus, dass es erst Anfang nächsten Jahres soweit sein wird. „Aber ein Jahr kann man mit der Situation leben”, so der Leiter des Tiefbauamts. Zumal der Verkehr durch die bisherigen Ausbuchtungen schon erheblich abgebremst werde. Auf 3,5 Meter verengt werden soll auch der Anfang der Stadtbadstraße vom Göhlenbach kommend, wie Wiedemann ankündigte. Damit will die Verwaltung zum einen den Begegnungsverkehr verhindern und zum anderen einen „Torcharakter” schaffen. Um das zu erreichen, ist auch die Pflanzung von Bäumen vorgesehen. Die Gesamtkosten für die Baumaßnahmen inklusive der neuen Wertstofftonnen bezifferte er auf rund 13 000 Euro. In der als Tempo-30-Zone ausgewiesenen Stadtbadstraße werden nach Angaben von Wiedemann übrigens regelmäßig Geschwindigkeitskontrollen vorgenommen. Die Bauverwaltung will künftig außerdem ihre eigenen Messungen mit einem kleinen, unscheinbaren Gerät wie am Ortsausgang von Rothkreuz (der KREISBOTE berichtete) machen. „Damit können wir feststellen – was bringt uns die Baumaßnahme”, erläuterte Wiedemann. Juristisch relevant für die gemessenen Fahrer ist diese Kontrolle allerdings nicht. Sie dient lediglich der Kemptener Bauverwaltung für ihre Analysen.

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