Ein olympischer Hauch

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OTTO BURKHART, Lindenberg – Die Eröffnung des internationalen Bodensee-Cups vergangene Woche in Lindenberg war eine stimmungsvolle Veranstaltung. Trotz dunkler Wolken und einiger Regentropfen bevölkerten Hunderte von Menschen am Mittwochabend den Stadtplatz und freuten sich an den herrlichen Bildern der Eröffnungsfeier. Auch der Herrgott hatte ein Einsehen und pünktlich zu Beginn der feierlichen Eröffnungszeremonie hörte der Regen auf. Der Funke sprang über und die von Dieter Wurm und seinen Helfern organisierte Veranstaltung zog, von den ersten Klängen der Big Band des Lindenberger Gymnasiums bis hin zur Entzündung des Olympischen Feuers, die Zuschauer in ihren Bann. Angeführt vom Fanfarenzug Lindenberg trafen die 100 Sportler aus vier Nationen in einem feierlichen Zug auf dem Stadtplatz ein. „Spannung, Erwartung und Freude“ konnte Bürgermeister Johann Zeh beim Einmarsch in den Gesichtern der Aktiven erkennen. „Lindenberg ist als Sportstadt bekannt und die Lebenshilfe ist ein zentraler Bestandteil des Lebens in unserer Stadt“, mit diesen Worten beschrieb Zeh, warum gerade Lindenberg sich als idealer Austragungsort der Tischtenniswettkämpfe der Behindertensportler anbot. In rekordverdächtiger Zeit begrüßte Schirmherr Landrat Elmar Stegmann (CSU) alle aktiven Sportler aus Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz nebst Familienangehörigen, Trainern, Betreuern, Begleitern und Gästen. Er wünschte allen schöne Erlebnisse im Landkreis und spannende Wettkämpfe. Dann hieß es Bühne frei für die fulminante Show der Rope-Skipper des TSV Hergensweiler. Als der Applaus verklungen war, stellte Ina Stein, die Vorsitzende von Special Olympics Bayern, im Interview fest: „Ohne ehrenamtliche Helfer wären die Special Olympics nicht machbar.“ Ihren Dank richtete Sie an rund 70 Gymnasiasten aus der Klassenstufe elf und zahlreiche weitere ehrenamtlich Engagierte, die im Organisationsteam vor, während und nach den Wettkamptagen als Helfer, Betreuer, Fahrer, Schiedsrichter und Aufräumkommando tätig waren. Es folgte Musik der Big Band und, einstudiert von Sportlehrerin Martina Dorner, eine sehenswerte Jumpstyle Einlage der Tanzgruppe des Gymnasiums. Dann der glanzvolle Höhepunkt der Eröffnungsveranstaltung. Das riesige Banner der Special Olympics wurde, angeführt von Skicross-Weltcupfahrerin Sarah Reisinger und dem zweifachen Olympiateilnehmer Thomas Andergassen, auf den Stadtplatz getragen. Unter dem jubelnden Beifall der Gäste hissten sie die große Fahne feierlich am Rathaus. Gänsehautfeeling kam auf, als Michael Voss die Fackel auf den Stadtplatz trug und das Olympische Feuer entzündete. Punkt 20.20 Uhr erklärten Stegmann Zeh die Special Olympics für eröffnet. Zum Abschluss der offiziellen Feier hatten die Organisatoren noch eine Überraschung parat. Auf Knopfdruck erstrahlten die Olympischen Ringe in einen leuchtenden Feuerwerk auf dem abendlichen Stadtplatz. Obwohl der Regen nach der offiziellen Eröffnung wieder einsetzte, blieben die Menschen da und feierten mit den Sportlern und der Big Band gut gelaunt in den Abend. Am vergangen Freitag gingen die Special Olympics nach zwei spannenden Wettkamptagen mit einer ebenso tollen Abschlussfeier auf dem Stadtplatz zu Ende. Die Bilanz der Lokalmatadoren kann sich sehen lassen, vier Bronzemedaillen konnten die Lindenberger Sportler erringen. Unvergesslich für alle bleiben sicher die schönen Tage in Lindenberg.

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