Onlineschulung und Training für Afrika: Fortbildung und Support trotz Corona

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Schulungswochenende am PC
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Schulungswochenende am PC

Wildpoldsried – Mit sehr viel Energie und Engagement schaffte es das Team des Projekts VET4Africa (vocational education and training for Africa; Berufsausbildung für Afrika) zum Ende des Jahres einen Kurs für Lehrer aus ganz Afrika anzubieten.

Am dritten Adventswochenende, dem 12. und 13. Dezember, boten die deutschen Trainer den afrikanischen Kollegen am Bildschirm eine Mischung aus vorbereiteten Unterlagen und Videos, aber auch praktische Übungen an. Mit der Teilnahme an diesem Kurs qualifizierten sich die afrikanischen Trainer und haben nun die Möglichkeit, in ihren Ländern weitere Dozenten und Lehrer fortzubilden. Dabei werden sie intensiv von den Senior Mastertrainern aus Deutschland sowohl technisch als auch organisatorisch unterstützt. Finanziell wird das Projekt durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und Minister Dr. Gerd Müller gefördert.

Eigentlich waren für 2020 wie in den vergangenen Jahren zweiwöchige Schulungen im ökologischen Bildungszentrum KultiViert in Wildpoldsried geplant. Doch aufgrund der Corona-Pandemie waren weder Reisen von afrikanischen Dozenten nach Wildpoldsried, noch Unterstützungsreisen nach Afrika möglich. 

Daher arbeitete das Team aus Berufsschullehrern und weiteren Unterstützern nebenberuflich und ehrenamtlich am Umstieg auf alternative Unterrichtsmethoden und digitale Medien. Dabei war Kreativität gefordert und es wurden eine Reihe digitaler Unterrichtsmaterialien, Videos, vertonte Präsentationen, Erklärvideos und digitale Praxisbeispiele erstellt. Als zentrale Lernplattform wurde ein Moodle-Server eingerichtet und den afrikanischen Trainern sämtliche Materialien sowie ein neues, 170-seitiges Skript über diese Plattform zur Verfügung gestellt. Außerdem wurde die Webseite www.vet4africa.com und ein YouTube-Kanal erstellt. Das komplette Training sowie ein Großteil der Abstimmung erfolgte in diesem Jahr über Webkonferenzen.

Ziel der deutschen Ausbilder in berufsbildenden Schulen ist, afrikanische Kollegen beim Thema Photovoltaik und Erneuerbare Energien zu unterstützen und zu zeigen, wie mit moderner Technik die Energie der Sonne für alle nutzbar gemacht werden kann. Mit Hilfe neuer Medien lassen sich die Inhalte zu Schulungszwecken vor Ort verwenden und das Wissen wird über die Multiplikatoren weitergegeben. 

Das Team von VET4Africa.

Die Gesamtorganisation und Koordination der fünf Projektteile sowie der einzelnen Lehrgänge erfolgt über die Gemeinde Wildpoldsried, vertreten durch Günter Mögele, 2. Bürgermeister der Gemeinde sowie Studiendirektor und Mitarbeiter der Schulleitung der Staatlichen Berufsschule I in Kempten, in Zusammenarbeit mit bbw gGmbH – Internationaler Bereich, vertreten durch Frau Marlyse Annoepel und Herrn Martin Wahl. Das Projekt wird vom BMZ durch die GIZ (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) gefördert.

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