Fast 50 Opferstöcke und mehrere Dachrinnen 

Opferstockräuber gefasst

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Oberallgäu/Westallgäu - Seit Dezember letzten Jahres sind im Ober- und Westallgäu mehr als 30 Opferstöcke aufgebrochen worden. Auch in Baden-Württemberg sind rund 15 Fälle zur Anzeige gebracht worden. Nun wurde der Täter gefasst, der auch gestand, mehrfach Kupferdachrinnen aus einer Kemptener Kleingartenanlage gestohlen zu haben. 

Eine aufmerksame Anwohnerin konnte vor gut einer Woche einen Mann beobachten, der sich an der Kirche im Immenstädter Ortsteil Eckarts aufhielt. Weil nach seinem Betreten der Alarm der Kirche ausgelöst wurde, verließ der Tatverdächtige das Gebäude wieder. Der Opferstock war aufgebrochen, doch hatte der Mann das Opfergeld nicht mitgenommen.

Geistesgegenwärtig hatte sich die Zeugin das Kennzeichen des Fahrzeugs notiert, mit dem der Verdächtige vorgefahren war. Eine sofort eingeleitete Tatortbereichsfahndung durch Polizeistreifen der PI Immenstadt, der PSt Oberstaufen, der PI Kempten, des OED Kempten und der Verkehrspolizei Kempten hatte zunächst keinen Erfolg. Allerdings konnte die Polizei aus Isny mit dem Hinweis auf das Kennzeichen den 35-jährigen Tatverdächtigen in der Nähe seines Wohnorts im benachbarten Baden-Württemberg festnehmen.

Aufgrund der guten Zusammenarbeit zwischen den Dienststellen und der genauen Ermittlungsarbeit konnten dem Mann eine Vielzahl der Taten nachgewiesen werden.  In den meisten Fällen war er nur an geringe Bargeldmengen gekommen, hatte jedoch hohe und außer Verhältnis stehende Sachschäden verursacht. Der Tatverdächtige räumte die Taten zum Großteil ein und gestand zudem, aus einer Kemptener Kleingartenanlage in mehreren Fällen Regenrinnen aus Kupfer entwendet und diese anschließend im Ausland verkauft zu haben.

Jetzt laufen Ermittlungen, ob ihm auch noch weitere Taten zur Last gelegt werden können. Er wurde laut Polizeimeldung schon am Donnerstag wieder auf freien Fuß gesetzt.

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