Ordentlich gewirtschaftet

Knapp sechs Millionen Euro mehr als eingeplant hat die Stadtverwaltung aus dem vergangenen Jahr übrig. Das gab Florian Höld vom Kämmereiamt am Donnerstag im Haupt- und Finanzausschuss bekannt. Durch den unerwarteten Geldsegen muss die Rücklage zum Haushaltsausgleich weitaus weniger belastet werden als zunächst befürchtet.

„Im Vergleich zu den Planansätzen konnte im Jahr 2010 eine Verbesserung um 5,92 Millionen Euro erwirtschaftet werden“, berichtete Höld – der den kurzfristig erkrankten Kämmerer Kai Welzig vertrat – den Stadträten. Zurückzuführen ist das Mehr an Geld im Stadtsäckle auf Mehreinnahmen in den Bereichen Schlüsselzuweisung, Gewerbesteuer und Gemeindeanteilen an der Einkommen-, Umsatz- und Gewerbesteuer, erläuterte Höld. Im Vermögenshaushalt klafft dagegen ein Loch von knapp zwei Millionen Euro, was allerdings nicht auf höhere Ausgaben, sondern vielmehr auf verzögerte Auszahlungen von eingeplanten Zuschüssen zurückzuführen sei. „Diese Gelder sind nicht verloren, sondern werden in den Folgejahren eingehen“, betonte Höld. Durch das deutlich bessere Abschlussergebnis des Haushaltsjahres 2010 muss die Verwaltung nur noch rund eine Million Euro aus der Rücklage entnehmen, um einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen zu können. Ursprünglich war man von rund sieben Millionen ausgegangen. Die Rücklage der Stadt betrug somit zum 31. Dezember 2010 knapp 39,8 Millionen Euro. Verschuldet war die Stadt zum gleichen Zeitpunkt mit 16,9 Millionen Euro, womit jeder Kemptener Bürger mit 272 Euro verschuldet ist. Der bayerische Durchschnitt für kreisfreie Städte lag laut Höld bei 1577 Euro Schulden pro Einwohner.

Meistgelesen

Erlebnistag im Grünen Zentrum
Erlebnistag im Grünen Zentrum
Das „Große Loch“ im Fernsehen
Das „Große Loch“ im Fernsehen
Eröffnung der "MangBox" in Kempten
Eröffnung der "MangBox" in Kempten
Rassismus ade! Vielfalt olé!
Rassismus ade! Vielfalt olé!

Kommentare