Kemptener Jazzfrühling

"Ordentlich energiegeladen"

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Stellten das interessante Programm des 29. Jazzfrühlings 2013 vor: Die Klecks-Vorstände Josef Ego (v.r.), der neue Klecks-Vorsitzende Gerhard Zipperlen und Dieter Schmid.

Kempten – Das Programm für den 29. Kemptener Jazzfrühling vom 27. April bis 5. Mai steht.

Erstmals ohne den langjährigen Vorsitzenden, Hauptdrahtzieher und Mitbegründer, dem im August verstorbenen Hansjürg Hensler, hat das Team um den neuen Vorsitzenden Gerhard Zipperlen ein attraktives Programm zusammengestellt: 85 Konzerte in gewohnter Vielfalt aus Blues, Latin-Jazz, Big-Band-Sound bis hin zu zeitgenössischen Klängen oder weltmusikalischem Jazz laden ein zum hin- oder auch in sich hineinhören. Dass die Aufgaben in der Festivalorganisation nun auf mehrere Schultern langjähriger Mitglieder des Arbeitskreises Jazzfrühling verteilt sind, scheint gut zu funktionieren. Hatte Josef Ego bereits in der Vergangenheit ein ausgesprochen gutes Händchen für die zeitgenössischen Programme im TheaterOben bewiesen, zeichnet er sich nun – in Zusammenarbeit mit Tiny Schmauch – auch für die AÜW-Jazzperlen in der Stadtsäge verantwortlich. Von den vielen Kontakten des Jazzers Schmauch profitieren des weiteren die Konzertangebote im Stadttheater sowie teilweise die im Kornhaus. Die Bluesgala im Kornhaus sowie die künftig unter „Bluescafé“ laufenden Konzerte im „Stift“ hat Dieter Schmid organisiert. Wenngleich das Gesicht des neuen Vorsitzenden des Kleinkunstvereins Klecks – neben dem Jazzfrühling bringt der Verein auch jeden Donnerstagabend zwischen Herbst und Frühjahr Live-Jazz hiesiger Formationen auf die Bühne im Klecks – (noch) nicht zwangsläufig mit Jazz in Verbindung gebracht wird – als Leiter des Medizincontrollings im Klinikverbund Kempten-Oberallgäu und Notarzt ist Zipperlen zumindest kein Unbekannter. Ende letzter Woche stellten Zipperlen, Ego und Schmid das Programm der Hauptspielorte mit Hörbeispielen vor. Gut 50 Interessierte kamen bereits am ersten der beiden Abende ins Klecks und machten eifrig Notizen in die druckfrisch ausliegenden Flyer. Spannende Abende im „Stift“ versprechen beispielsweise das „Gismo Graf Trio“ (30. April.) mit feurigem Zigeuner-Jazz oder auch „Schorsch und die Baggasch“ (28. April) aus München, die Schmid kommentierte: „Das ist einer der draußen sitzt und einen Vogel hört und dann einen Blues draus macht“. 

Im Kornhaus: „Brandaris Brass Band & Olivier Franc’s Tribute to Bechet Band“ (27. April); Charly Antolini (28. April); am Abend der Blues- gala die Münchner Band „The Stimulators“ sowie „Dr. Mablues & The Detail Horns“ (29. April) und Emil Mangelsdorf (30. April), der laut Ego im Rahmen des Konzertes etwas von seinem, auch von Repressalien geprägten, Werdegang erzählen will. 

Im Stadttheater: „The World Percussion Ensemble“ (1. Mai); Mike Stern & Bill Evans Band – „Mike Stern ist natürlich ein Hammer“, warb Josef Ego für den „ordentlich energiegeladenen“ Fusion-Jazz; die brasilianische Pianistin und Sängerin Eliane Elias (3. Mai); „The Duke Ellington Orchestra“ (4. Mai), das laut Fachmann Josef Ego auf ihrer Tournee „das einzige Konzert in Deutschland hier auf dem Kemptener Jazzfrühling gibt“. 

Im TheaterOben:„Nabatov-Wogram Duo“ (27. April); „Hélène Labarrière Quartet“ (28. April); „Rolf Kühn & Tri-O“ (29. April) und schließlich die witzig-skurril anmutende Schweizer Formation „Hildegard lernt fliegen“, bei der „alles mögliche an zeitgenössischer Musik zusammenfließt“, wie Mitorganisator Ego meinte. 

AÜW-Jazzperlen in der Stadtsäge: Jens Thomas Solo (29. April); „Hannah Köpf & Band“ (30. April); „Alex Jung & Johannes Ochsenbauer feat. John Marshall“ (1. Mai).

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