Bischof Zdarsa weiht neue Orgel ein

Königin der Instrumente wird eingeweiht

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Ungezwungene Gespräche gab es beim Festakt zwischen Bischof Zdarsa und OB Thomas Kiechle.

Ganz neue Töne waren an Allerheiligen beim feierlichen Festgottesdienst mit Bischof Konrad Zdarsa in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Sankt Mang zu hören. Nach monatelangen Einbauarbeiten wurde dort die neue Orgel eingeweiht.

Konzelebranten waren Pfarrer Thomas Hagen, Pfarrer Josef Meggle und Pfarrer Helmut Doll. Zahlreiche Gäste und Fahnenabordnungen der Pfarrei waren zu dem Fest erschienen. Die gesangliche Gestaltung übernahm der Kirchenchor St. Mang. 

Orgelbauer Alfons Zeilhuber, seine Frau Christine Albiez-Zeilhuber und ihre Mitarbeiter, schufen in den ehemaligen „Schwalbennestern“, rechts und links im Altarraum, eine überzeugende Kombination aus gekonnter Farbgebung und exzellenter Formgestaltung. Die Orgel verfügt über 17 klingende Register, zwei Manuale und 1250 Pfeifen, die Kirchenmusiker Hans Augart bei der Einweihung zum Klingen brachte. 

Bischof Zdarsa wies in seiner Predigt auf die hervorragende Stellung der Orgel hin. Schon sehr früh, so der Bischof, habe Orgelmusik vermittelt, zu wessen Ehre die Kirche ursprünglich erbaut wurde. Alle Christen bedürften lebenslang der Hilfe im Glauben. Diese würde im Gottesdienst angeboten. Die Orgel trage dazu bei, die Seele zu Gott zu erheben. 

Beim anschließenden Festempfang im Pfarrheim, zu dem alle Kirchenbesucher geladen waren, bescheinigte Oberbürgermeister Thomas Kiechle den Anwesenden, dass Kottern nicht nur ein Stadtteil, sondern ein Lebensgefühl sei. Dass die Menschen dort zusammen stehen, zeige sich auch in der Fortsetzung von Traditionen. So sei die neue Orgel ein Zeichen der Ermutigung, das von St. Mang ausgehe. Sie sei der gelungene Schlusspunkt einer Reihe von Baumaßnahmen, die bereits im Jahr 1914, am Mobilmachungstag, mit der amtlichen Baubewilligung der Kirche begonnen habe. Pfarrer Martin Weinreich gratulierte für die Nachbarpfarrei Christuskirche zu der neuen Orgel. Damit sei ein musikalisches Apfelbäumchen für die Zukunft gepflanzt worden, meinte er schmunzelnd. Die Orgel kostet rund 280.000 Euro, von denen noch 30.000 ausstehen. So wies Pfarrgemeinderatsvorsitzender Ulrich Schmiedt darauf hin, dass gerne noch Spenden von Stadt und Diözese angenommen würden. 

Pfarrer Thomas Hagen hielt eine kurze Rückschau auf die Bauzeit der Orgel und berichtete, dass die letzten Pfeifen erst Anfang der Woche von Spanien über England nach St. Mang gelangt seien. Dies habe die Spannung des Orgelbauteams beträchtlich erhöht. Er dankte allen Beteiligten für die gelungene und zeitgerechte Arbeit und lud zum ersten Konzert mit Kirchenmusiker Benedikt Bonelli am Nachmittag ein. 

„Diese Orgel ist eine der besten Entwürfe, die wir je gemacht haben“ bestätigt auch Orgelbauer Zeilhuber. Optisch transparente Teile sorgten dafür, dass die Orgel trotz ihres Umfangs nicht schwergewichtig wirke. Nachdenklich fügt er hinzu: „Am Ende, wenn man die fertige Orgel hört, denkt man sich trotz der vielen Arbeitsstunden manchmal: „Das war nicht ich.“  Eva Maria Dörr-Schratt

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