"Paket" für Ehrenamtliche

Landrat Gebhard Kaiser (rechts) und Sulzbergs Erster Bürgermeister Thomas Hartmann (5.v.r.) vergaben die Ehrenamtskarten an Franz Mühleisen (v.l.), Karl-Siegfried Hörmann, Karl-Siegried Schütz, Marianne Geist, Ursula Kellner, Georg Braunmüller, Eva Wegmann, Gerhard Frey, Luise Jörg, Manfred Lengl, Astrid Trost, Otto Pritschet, Hermann Zitzl, Hedwig Burger, Fabian Bitter, Siegfried Friedl, Irmi Würtenberger und Josef Mikschl. Foto: privat

Ein „Erfolgsmodell“ geht in die zweite Runde: Der Landkreis Oberallgäu würdigt auch in diesem Jahr das ehrenamtliche Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger mit der Ehrenamtskarte. In den vergangenen Tagen wurden 750 Ehrenamtskarten in kleinen Feierstunden ausgegeben. Ein Jahr lang können die Inhaber zahlreiche Freizeitangebote im Landkreis einmalig kostenlos nutzen. Nach einem Jahr wird aus der Ehrenamtskarte eine gültige „Allgäu-Walser-Fan-Card“, die viele Ermäßigungen ermöglicht.

Schlecht steht es ums Ehrenamt im Oberallgäu nicht. Das Oberallgäu gehöre zu den Gebieten, die sich laut einer Studie durch ein besonders hohes ehrenamtliches Engagement seiner Bürger auszeichne. Das jedenfalls stellte der Stellvertretende Landrat des Oberallgäus, Anton Klotz, bei der Feierstunde im Foyer des Landratsamtes in Sonthofen fest. Die Engagementquote liege mit mehr als 50 Prozent weit über dem Bundesdurchschnitt von 34 Prozent. Und: Die Bereitschaft, die auch zukünftig zu tun, sei überdurchschnittlich. Dennoch, gab Klotz zu bedenken, müsse man auch im Ehrenamt „beispielgebend wirken“ und vor allem junge Menschen frühzeitig in Vereine und Organisationen einbinden – und ihnen auch Verantwortung zutrauen und übertragen. „Dann sind sie später auch bereit, sich für unsere Gemeinschaft zu engagieren und sich einzubringen.“ Das besondere Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger würdigt der Landkreis Oberallgäu auch heuer mit der Anerkennung durch die Ehrenamtskarte. 750 Ehrenamtliche im Landkreis (und 300 in der Stadt Kempten) können ein Jahr lang die Vorteile der Ehrenamtskarte des Landkreises nutzen und viele Freizeiteinrichtungen einmalig kostenlos in Anspruch nehmen. Anton Klotz: „Mit- menschen, die sich in besonderer Weise für die Allgmeinheit einsetzen, sollen davon auch etwas haben.“ Die Gemeinden können jeweils über ein festes Kontingent verfügen; die Vereine schlagen Personen vor, die die Auszeichnung erhalten sollen. Einzige Voraussetzung: Der ehren- amtliche Einsatz darf nicht anderweitig honoriert abgegolten sein. Den Kommunen sei es ein wichtiges Anliegen, die Arbeit der Ehrenamtlichen zu würdigen und herauszustellen, so Sonthofens Bürgermeister Hubert Buhl. Der wahre Reichtum einer Kommune zeige sich, wie sich die Menschen einbrächten: „Das Oberallgäu ist hier etwas ganz Besonderes.“ Das „Paket“ der Ehrenamtskarte beinhaltet unter anderem die kostenfreie Benutzung der Bergbahnen im Oberallgäu, Museen, Bäder und vieler anderer Freizeiteinrichtungen. Rund 400 Euro Gegenwert haben die Leistungen, die auf der Karte gebucht sind. „Dieses werthaltige Leistungspaket macht unsere Karte einmalig in Bayern und hebt sie deutlich ab von bereits existierenden Karten anderer Kommunen“, betonte Klotz. Der Bonus Ehrenamtskarte ist ein Jahr gültig. Aber auch dann, so informierte Klotz die 24 neuen Inhaber der Ehrenamtskarten aus Bad Hindelang und 80 aus der Kreisstadt Sonthofen, ist die Karte wertvoll. Als „Allgäu-Walser-Fan-Card“ berechtigt sie zu Ermäßigungen bei den teilnehmenden Unternehmen und Einrichtungen.

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