Partei übergreifend

Zusammenarbeit über alle Parteigrenzen hinweg: Einstimmig hat der Verkehrsausschuss des Landtages in der vergangenen Woche einen Antrag der Grünen abgesegnet. Mit dem Beschluss wird der Bayerische Landtag aufgefordert, bei der Deutschen Bahn AG Druck hinsichtlich einer Reaktivierung des Kemptener Ost-Bahnhofs zu machen.

CSU-Verkehrssprecher Eberhard Rotter erinnerte im Zuge der Debatte daran, dass die DB Netz AG vor einigen Jahren trotz heftiger Widerstände der Stadt Kempten, der gesamten Region und auch der Bayerischen Eisenbahngesellschaft die Kreuzungsmöglichkeit am Ost-Bahnhof stillgelegt habe. Die seinerzeit geäußerten Bedenken, dass die eingleisige Strecke zwischen Kempten und Ulm dadurch noch anfälliger für Verspätungen würde, seien auch eingetreten. Die ICE-Anschlüsse in Ulm, die erst im Dezember 2007 neu geschaffen werden konnten, werden häufig nicht erreicht, was neben Langsamfahrstellen vor allem auch daran liege, dass die Züge im Kemptener Hauptbahnhof Richtung Ulm erst dann abfahren können, wenn der häufig verspätete Gegenzug aus Ulm eingefahren ist. Der Landtag könne nicht akzeptieren, dass die Bahn mutwillig eine funktionierende und notwendige Infrastruktur beseitigt. „Die Allgäuer Bahnkunden erwarten Anschlusssicherheit im Bahnknoten Ulm“, betonte Rotter gegenüber dem KREISBOTE. Dazu gehöre neben der Beseitigung der Langsamfahrstellen unter anderem bei Dietmannsried die Reaktivierung des Ost-Bahnhofs beziehungsweise dessen Kreuzungsmöglichkeit. „Dann könnten auch unsinnige Wartezeiten der Züge in Memmingen vermieden werden und so wichtige Anschlüsse in Kempten, zum Beispiel von Richtung Dietmannsried in Richtung Kaufbeuren/München wieder erreicht werden“, erklärte der heimische Landtagsabgeordnete. Dieser Argumentation hat sich auch der Verkehrsausschuss angeschlossen und fordert die Staatsregierung zum Handeln auf.

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