Parteienbeben geht weiter

Zweite Bürgermeisterin Sibylle Knott verlässt die Freien Wähler

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Sibylle Knott verlässt die Freien Wähler

Kempten – Nach dem Wechsel von Alexander Buck und Andreas Kibler von der CSU zu den Freien Wählern gibt es nun die nächste personelle Veränderung in der Kemptener Stadtpolitik. Zweite Bürgermeisterin Sibylle Knott tritt bei den freien Wählern aus.

Sie ziehe damit die Konsequenz aus der durch die Fraktion der Freien Wähler-ÜP Kemptens mehrheitlich getroffenen Entscheidung, Andreas Kibler und Alexander Buck in die Fraktion aufzunehmen. In einem Schreiben an den Fraktionsvorsitzenden Alexander Hold berichtet sie von einer Entwicklung, die sie „seit einiger Zeit“ erkenne, hin „zu einer Parteipolitik, die ich nie wollte“. 

Zu Beginn ihrer politischen Tätigkeit habe sie sich den FW-ÜP in Kempten angeschlossen und dort ihre politische Heimat gefunden. „Ich wollte stets offen sein für eine Zusammenarbeit im Stadtrat mit anderen Gruppierungen ohne parteipolitische Scheuklappen und halte eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit diesen für sehr wichtig und unserer Stadt Kempten dienlich“, so Knott weiter. 

Durch „den Austritt der beiden Herren Buck und Kibler aus der CSU-Stadtratsfraktion und eine unmittelbare Aufnahme in unsere Fraktion“ sehe Knott eine solche vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der CSU „zumindest für eine geraume Zeit als sehr schwierig“ an. „Vertrauen ist schnell zerstört und es braucht viel Zeit und Energie, um es wieder aufzubauen“, betont Knott. Ihre Zeit und Energie hätte sie „lieber dafür eingesetzt, die anstehenden stadtpolitischen Aufgaben gemeinsam mit unserem Oberbürgermeister und der bürgerlichen Mitte anzugehen.“ Dass die Freien Wähler Buck und Kibler als neue Mitglieder aufgenommen haben und „in Kauf genommen“ habe, sie dadurch zu verlieren, sei nun ausschlaggebend dafür, „keine politische Heimat in der Fraktion der FW-ÜP mehr und auch keine Unterstützung für meine Arbeit“ zu sehen. 

Nach 24 Jahren politischer Arbeit bei den FW-ÜP Kempten bedaure sie diese Entwicklung, empfände nun aber auch eine Erleichterung, da sie sich „in dieser Entwicklung nicht mehr wohlgefühlt“ habe.

kb

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