Party zum Zehnjährigen

"Miniladen Im Oberösch" feiert mit vielen Gästen Geburtstag

+
Zum runden Geburtstag durfte natürlich die dicke Torte nicht fehlen. Gebacken hat sie Miniladen-Mitarbeiterin Brigitte Würsig (li.). Beim Anschnitt durch 3. Bürgermeister Josef Mayer (2.v.r.) waren außerdem dabei Vorständin Erika Burkart-Treffler (2.v.l.), Haupt-Lebensmittellieferant Rainer Utz (3.v.l.), Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Fleschutz (4.v.l.) und Vorstand Manuel Burkart (r.).

Kempten – Gut zehn Jahre ist es her, dass sich eine Handvoll Leute auf gemacht haben, im Ortszentrum von Sankt Mang einen Miniladen auf genossenschaftliche Beine zu stellen. Gesagt, getan. Genau waren es 47 Menschen, die sich zusammengetan hatten, erinnerte sich der Aufsichtsratsvorsitzende des „Miniladen Im Oberösch“ Thomas Fleschutz, der dem kleinen Nahversorger bescheinigte, dass er „seinesgleichen sucht“. Zum „Geburtstags-Frühschoppen“ bei Sonnenschein fanden sich zahlreiche Anwohner, Kunden und Geburtstagsgäste auf dem Marktplatz vor dem Miniladen ein, wo sie bei beschwingten Klängen der „ZwieLichter“ (Hans Augart und Ralph Burkard) nicht nur kulinarische Leckereien vom Geburtstagskind geboten bekamen.

Ohne Anfangsschwierigkeiten, unter anderem bei der Frage der Finanzierung, war es natürlich nicht gegangen, ließ Vorstand Manuel Burkart die Jahre seit Gründung Revue passieren. Aber nach intensiven Vorbereitungs- und Umbauphasen war es am 23. Oktober 2009 schließlich so weit und der „Miniladen Im Oberösch“ konnte in ehemals von einem türkischen Lebensmittelhändler betriebenen Räumen in der Ladenzeile Im Oberösch eröffnet werden. Mittlerweile wurde der Miniladen zwei Mal erweitert. Erst als der Drogeriemarkt Schlecker dicht gemacht hatte, weshalb der Miniladen sein Sortiment um Drogerieartikel erweiterte. 

Darüber hinaus hat er damals nicht nur einen guten Teil der frei gewordenen Ladenfläche, sondern mit seither Marktleiterin Ramone Hübner (seitdem Miniladen-Marktleiterin) „50 Prozent des Personals übernommen“, wie Vorständin Erika Burkart-Treffler schmunzelnd meinte; ein Umstand den sie als „großes Glück“ bezeichnete. 

Vor knapp drei Jahren führte dann noch das Aus des angrenzenden Lotto- und Schreibwarengeschäfts für eine deutliche Vergrößerung von Fläche wie Sortiment, das komplett übernommen wurde. „Wir hatten überlegt, ob wir den Laden umbenennen müssen, weil ein Miniladen ist es eigentlich nicht mehr“, schmunzelte Burkart, der mit dem gar nicht mehr so kleinen Nahversorger auch das „Ei des Kolumbus“ für gefunden erklärte. Das sei allerdings nicht das Sortiment, auch wenn es regional und toll sei, „sondern vor allem das Herzblut, das hinter dem Laden steht“, die Menschen im Laden und die in den Laden kommen. Nicht umsonst habe der „Miniladen Im Oberösch“, der sich als „Kümmerer und sozialer Treffpunkt“ verstehe, bereits diverse Auszeichnungen erhalten. 

Auch 3. Bürgermeister Josef Mayer freute sich darüber, dass diejenigen Recht behalten hätten, die vor zehn Jahren den Bedenkenträgern ein „das muss“ entgegengesetzt hätten. Viele hätten damals Anteile gezeichnet und im neuen Miniladen eingekauft. Er sei aber auch deshalb erfolgreich, „weil es eine BSG gegeben hat“, die ihre „schützende Hand“ darüber gehalten habe, würdigte er besonders die Rolle des ehemaligen Vorstands Mario Dalla-Torre sowie die AWO und das unabdingbare Ehrenamt. 

So bietet der „Miniladen Im Oberösch“ in seinem zehnten Jahr alles für den täglichen Bedarf: ein nachhaltiges Angebot an Wurst- und Fleischwaren aus dem Duracher Schlachthäusle, Käse aus der Sennerei Untermaiselstein, Gemüse, Obst und Eier aus der Region, dazu Tiefkühlkost, Drogerieartikel, Schreibwaren, Lotto, Paketannahme, Reinigung und sogar frisches Mittagessen sowie Catering für Privat- und Firmenveranstaltungen. Aber vor allem ist er in der Tat ein sozialer Treffpunkt, wie bei den Menschen an den Tischen beim Frühschoppen, am Stand mit Bastelangeboten vom Kempodium oder dem Stand der Diakonie, an dem die Menschen Lob und Tadel für „ihren“ Stadtteil loswerden konnten, zu beobachten war.

Christine Tröger

Auch interessant

Meistgelesen

Hallo Kempten! Wir sind die neuen Babys!
Hallo Kempten! Wir sind die neuen Babys!
Zeit für Zweisamkeit: Gewinnen Sie zwei Übernachtungen mit Candlelight-Dinner
Zeit für Zweisamkeit: Gewinnen Sie zwei Übernachtungen mit Candlelight-Dinner
Verkehrsminister Reichhart will das Allgäu bei der Vernetzung der Verkehrsverbünde unterstützen
Verkehrsminister Reichhart will das Allgäu bei der Vernetzung der Verkehrsverbünde unterstützen
Wie reagiert der Mammutbaum auf das veränderte Klima?
Wie reagiert der Mammutbaum auf das veränderte Klima?

Kommentare