Delegation der SPD Isny nimmt am großen SPD-Fest in Berlin teil

Mitten drin statt nur dabei

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Auf großer Fahrt: Diese Reisegruppe der Isnyer SPD nimmt an der großen Feier zum 150-jährigen Bestehen der SPD vor dem Brandenburger Tor in Berlin teil.

Isny/Berlin – Im Frühjahr hatte der SPD-Ortsverein seinen 100. Geburtstag gefeiert. Da bot es sich an, zum 150. Geburtstag der SPD nach Berlin zu fahren und auf der Partymeile zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule auf der Straße des 17. Juni neue Eindrücke zu sammeln.

Keine Frage, der Bundeswahlkampf hat seine Einflüsse darauf. Einschwören der Basis auf die Wahl im September war einer der Schwerpunkte der Geburtstagsfeier. 

Am Freitag um 6 Uhr saßen die Isnyer Sozialdemokraten im Sammelbus, der auch noch andere Teilnehmer auf der Strecke einsammelte. Leutkirch, Kirchdorf an der Iller und Langenau waren anzufahren. Organisiert hatte Ulli Möhrle die Fahrt über den SPD-Reisedienst in Berlin. Am frühen Nachmittag war das Reiseziel erreicht und die Reisegruppe checkte im „Best Western” in der Kantstraße ein. Eine kurze Pause nur, dann ging es ins Willy-Brand-Haus, der Bundeszentrale der SPD. Dort begann gegen 18 Uhr ein Treffen vieler Delegationen. SPD-Bundesschatzmeisterin Dr. Barbara Hendricks hielt am Freitagabend einen Vortrag, das Programm wurde durchgesprochen und mit einem Musikprogramm wurde der Abend abgerundet. Am Samstag verloren sich die Angereisten allerdings in der unübersehbaren Menge der Sympathisanten und Mitglieder der SPD. 

Als Peer Steinbrück gegen 16 Uhr seine programmatische Rede hielt, waren rund 300 000 Menschen vor dem Brandenburger Tor und die gesamte Parteispitze stand mit Steinbrück auf der Bühne. Letzte Spuren von Unsicherheit fegte er einfach weg und stellte die Eckpunkte seiner Pläne für den angestrebten Regierungswechsel der Regierung und seiner Wahl als Bundeskanzler vor. Peer Steinbrück kann seine Zuhörer fesseln und auf seinem Weg mitnehmen. Klare Vorstellungen von „seinem Deutschland” hatte er in seiner Rede näher erläutert. „Als ich 1969 in die SPD eintrat war die Bundesrepublik im Wandel. Einen solchen Wandel möchte ich nun wieder erleben. Unser Land hat europapolitische Verantwortung und dazu braucht man ein Konzept das dann auch umgesetzt wird”, sagte er. „Die Eurorettung wird Deutschland eine Menge Geld kosten, aber in die Bildung müssen trotzdem in den nächsten Jahren rund 20 Milliarden zusätzlich investiert werden”, so der SPD-Spitzenkandidat weiter. „Wir wollen ein besseres Land schaffen und Lebensentwürfe möglich machen”, betonte er.

 Die Grundprinzipien und Wertvorstellungen der SPD seien in all den Jahrzehnten gleich geblieben; Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität sind für Steinbrück nicht nur Worthülsen, sondern Arbeitskonzept und Zielsetzung. Auch Sigmar Gabriel, der die Begrüßung übernommen hatte und dann im Hintergrund blieb, um den Kanzlerkandidaten die Bühne zu überlassen, argumentierte in die gleiche Richtung. 

Einmalige Feier 

 Dieser Teil der Veranstaltung war zwar prägend, aber was auf der Partymeile geschah, war einmalig. Infostände von AWO bis Industriegewerkschaft Metall und immer wieder auf den vier Bühnen Musik, Musik, Musik. Erstaunlich, wer alles zur SPD tendiert und wer dann auch bereit ist, sich dazu zu bekennen. Bis weit nach Mitternacht war auf den Bühnen etwas los. Nennenswerte Zwischenfälle gab es nicht und die Anweisungen der Ordner wurden befolgt. Der Sonntag mit einem „Frühstück“ vor dem Brandenburger Tor und einem Musikprogramm mit Roland Kaiser war für die Delegation aus dem Südwesten der Abschluss der großen Feier. Um 13 Uhr saßen die Isnyer wieder im Reisebus und musste die vielfältigen Eindrücke verarbeiten. Außerdem hatten sie eine Menge Argumente für Infostände und Wahlveranstaltungen mit genommen.

Manfred Schubert

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