Das Personalkarussell dreht sich

Dr. Georg Täger. Foto: Klinikum

Die Arbeiten für die Einhäusigkeit des Klinikums Kempten sind in vollem Gange. Doch nicht nur bautechnisch bewegt sich etwas, auch personell stehen Veränderungen an: Ab Herbst fungieren zwei neue Chefärzte in der Robert-Weixler-Straße.

Privatdozent Dr. Georg Täger leitet künftig die Klinik für Orthopädie, Unfall- Hand- und Wiederherstellungschirurgie. Der 47-Jährige ist Nachfolger von Dr. Max Markmiller, der Klinikangaben zufolge Ende Juni nach langjähriger Tätigkeit auf eigenen Wunsch das Kemptener Krankenhaus verlassen hat, um sich künftig beruflich anderen Aufgaben zu widmen. „Das Krankenhaus bedauert, einen höchst qualifizierten, erfolgreichen und beliebten Chefarzt zu verlieren“, heißt es in einer Mitteilung. Dr. Markmiller ist seit 1. Juli als Belegarzt an der Klinik Vincentinum in Augsburg tätig. Sein Nachfolger Dr. Täger wechselt zum 1. Oktober vom Universitätsklinikum Essen nach Kempten. In der Zwischenzeit übernimmt die Leitung Dr. Florian Hilger, Oberarzt der Unfallchirurgie. Erst im Frühjahr wurde Dr. Täger zum Uni-Professor an seiner langjährigen Wirkungsstätte im Uni-Klinikum Essen berufen. Derzeit ist er kommissarischer Direktor der Klinik für Unfallchirurgie an der Uniklinik Essen, wo sich eines der größten Schwerverletztenzentren Deutschlands befindet. An seiner künftigen Tätigkeit reizt Dr. Täger das Potenzial des Allgäuer Schwerpunkt-Krankenhauses. Dieses stehe noch hinter seinen Möglichkeiten zurück, wobei eine kräftige Aufbruchsstimmung zu spüren sei. „Die Verbundsituation mit den Kliniken Oberallgäu bietet die große Chance, ein weiteres großes Zentrum für die Behandlung Schwerverletzter sowie anderer komplexer Verletzungen in Südbayern zu schaffen“, so der Mediziner. Eine Grundvoraussetzung dafür sei eine Neurochirurgie. Man könne sehr zuversichtlich sein, „dass es eine solche in absehbarer Zeit in Kempten geben wird.“ Darüber hinaus möchte Dr. Täger die Möglichkeiten zur Weiterbildung für den chirurgischen Nachwuchs verbessern und damit langfristig auch die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Fachärzten intensivieren. Weiterhin wird der 47-Jährige als Professor an der Hochschule Essen tätig sein. Neuer Krebsexperte Neu geregelt ist ebenfalls die Chefarztnachfolge für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß-, Thorax- und Kinderchirurgie: Privatdozent Dr. Peter Büchler wird zum 1. September vom Klinikum rechts der Isar nach Kempten wechseln. Der 43-Jährige tritt in die Fußstapfen von Prof. Dr. Dr. Peter Sterk, der das Klinikum Kempten zum 30. Juni verlassen hat. In der Zwischenzeit wird der leitende Oberarzt Dr. Tilman Hafner die Klinik kommissarisch leiten. Prof. Dr. Dr. Sterk hat auf eigenen Wunsch Kempten verlassen. Er sieht aus persönlichen Gründen seine berufliche Perspektive in Baden-Württemberg. Seit 1. Juli ist er Chefarzt der Abteilung Allgemeinchirurgie im Krankenhaus 14 Nothelfer in Weingarten. Sein Nachfolger Dr. Büchler ist derzeit noch geschäftsführender Oberarzt der Chirurgischen Klinik und Poliklinik im Klinikum rechts der Isar. In Fachkreisen gilt er als Spezialist für große onkologische Eingriffe (Krebschirurgie) und organerhaltende Operationen. Eine besondere Expertise des Memmingers sind Bauchspeicheldrüsen-Erkrankungen und insbesondere das Pankreaskarzinom. Zu diesen Themen hat er bereits über 50 Publikationen in internationalen Fachzeitschriften verfasst. An der TU München leitete der 43-Jährige den Bereich Lebererkrankungen. Ebenso gilt er als Experte für Indikationen der Speiseröhre und des Magens. Dr. Büchler reizt seine neue Tätigkeit: „Ich möchte das große Potenzial der Klinik weiter ausbauen und die medizinische Versorgung in einer der schönsten Regionen Deutschlands mitprägen.“ Auch künftig wird er an der TU München als Privatdozent Staatsexamensprüfungen abnehmen und Vorlesungen halten. Zudem betreut er künftig am Klinikum Kempten die Medizinstudenten im praktischen Ausbildungsjahr. „Die Medizin dem Menschen näher bringen und nicht umgekehrt“, lautet Dr. Büchlers Devise. Im Mittelpunkt aller ärztlichen und pflegerischen Bemühungen müsse stets der Mensch stehen. Entgegen der Tendenz an vielen Großkliniken gelte es, den Klinikalltag in Kempten so human wie möglich zu gestalten.

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