Ein gelungenes Musical-Ballett mit mehr als sechzig Akteurinnen

"Peter Pan" im Kurhaus Isny

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Tigerlily und der Häuptling haben es gemeinsam mit Peter Pan aus dem Nimmerland nach Isny ins Kurhaus geschafft.

Isny – Die Ballettschule Kiwi hat sich selbst wieder einmal übertroffen. Bis auf den letzten Platz war der große Saal im Kurhaus erneut besetzt. Ist ja auch kein Wunder, wenn rund 60 Tänzerinnen auf der Bühne stehen und nach der alten Ausgabe des Peter Pan-Buches ihre Auftritte haben. Da ist das Hingehen schon ein „must do.“

Mehr als ein Jahr haben die kleinen und großen Tänzerinnen für diesen Auftritt geprobt und dann eine Veranstaltung hingelegt, die zu einer Neuverfilmung reizen könnte. An Nachwuchs scheint es bei der Ballettschule nicht zu mangeln. Waren es doch gerade auch die kleinen Ballettmäuse, die zeigten, was man heute unter einer Ballettaufführung versteht. Eins ist dabei immer sicher, die Männer- und Jungenrollen muss die Ballettmeisterin auch mit Jungen besetzen. Denn irgendwie scheuen die Buben davor zurück, sich auch den Bühnentanz beibringen zu lassen. Hochachtung, das klappte vorzüglich! 

Bevor die Eltern (Carina Ziegler und Kathinka Michalke) sich aus dem Haus begeben, reißt Nana, der Hund (Pauline-Lolita Wenke), dem durch das Fenster angekommenen Peter Pan den Schatten (Lea Holik) ab und wird dann vom Papa in die Hundehütte verbannt. Kaum sind die Eltern gegangen und die Kinder gerade eingeschlafen, da kommt Peter Pan wieder zurück, um seinen verlorenen Schatten wiederzuholen. Als das dem Peter nicht gelingt, erwacht aber Wendy und hilft ihm dabei. Dann wurde es tänzerisch schon wieder anspruchsvoll. Fliegen war nicht angesagt, aber Wendy (Tamina Michalke) und Peter Pan klemmten sich die kleineren unter den Arm und waren mit ihnen unterwegs. Jetzt wurde eine Szene aus dem Disneyfilm auf der Leinwand eingespielt, um auch unbedarften Zuschauern die Geschichte zu erläutern. Das war eine kurze Passage. Peter Pan und der Wellentanz der Meerjungfrauen war deutlich dann wieder einer der Höhepunkte, weil da auch wieder alles passte. 

Ob dann als „wilde Tiere“, „Feen“, „wilde Kinder“, „Piraten“ oder kleine und große „Indianer“: Die Choreographie war in jeder Szene überzeugend, und auch Käpten Hook (Isabella Bundscheid) und Mr. Smee (Laura Rochlitz) waren als Tänzerinnen mit fast artistischen Einlagen einfach überzeugend. Auch das Krokodil (Melda Turna) konnte ein Solo mit einbringen. In der alten Ausgabe von Peter Pan kommen auch Indianer vor, die besonders in der Tanznummer von „Tigerlily“ (Nele Fetsch) und dem „Indianerhäuptling“ (Caroline Sauter) für viel Beifall sorgten . Nein, eigentlich muss man das anders sagen: Nach jeder Szene während der gesamten Ballettaufführung wurde applaudiert, denn überzeugend getanzt haben alle. Natürlich kommen auch hier die Kinder wieder gut nach Hause. Irgendwann ist auch die schönste Ballettaufführung einmal zu Ende. Hochachtung für das Team der Ballettschule, die sich mehr als ein Jahr für die Vorbereitungen eingesetzt hatten, und dazu gehört eine Menge Erfahrung, Geduld und tanzpädagogisches Talent.

Manfred Schubert

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