Das Publikum geteilter Meinung über das Gastspiel Deborah Sassons

Das andere Phantom der Oper

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Kempten – Wer an „Das Phantom der Oper“ denkt, denkt auch an Andrew Lloyd Webber. Ab 1986 hatte er dieses Musical weltberühmt gemacht. Seit einigen Jahren gibt es auch eine Neuinszenierung mit dem Weltstar Deborah Sasson, die am Donnerstag vergangene Woche in der bigBOX gastierte.

Jochen Sautter, Darsteller des Raoul Comte de Chagny hat zusammen mit Sasson die meisten Lieder der Oper geschrieben. Auch Ausschnitte aus bekannten klassischen Opern wie „O mio babbino caro“, Puccinis „Gianni Schicchi“, eine Arie aus „Faust“ von Gounod, die „Habanera“ aus Bizets „Carmen“ sind zu hören.

Basis aller Inszenierungen ist der Roman „Das Phantom der Oper“ des Franzosen Gaston Leroux aus dem Jahr 1911. Schauplatz der Geschichte ist die Oper von Paris, das Palais Garnier, das 1877 mit einem Wasserspeicher ausgestattet wurde.

Die gesanglichen Leistungen von Deborah Sasson, die bereits an Opernhäusern in San Franzisco, Venedig, London, Paris und auch den Bayreuther Festspielen engagiert war, sind hinreichend bekannt. Auch Jochen Sautter und Axel Olzinger (Das Phantom) können eine lange Liste von weltweiten Auftritten an bekannten Bühnen aufweisen.

Seit langen Jahren ist ihr „Phantom der Oper“ eine sehr erfolgreiche Produktion in vielen großen deutschsprachigen Bühnen, von Bregenz, Baden-Baden bis Berlin. Die aktuelle Version bereichern Video-Installationen mit Locations des Palais Garnier, sowie deren Fassade, bei der nacheinander die Lichter in der einzelnen Räumen erleuchten oder auch vom Originaldach, wo sich das Liebespaar trifft. Die Bilder werden auf einen transparenten Vorhang projiziert, was die Besucher in den Genuss von beeindruckenden 3-D-Bildern bringt.

Langer Beifall in der bigBOX zeigte, dass die Fans sehr zufrieden waren. Viele Stimmen haben aber auch das Fehlen der Webber-Songs angemahnt. Einige Besucher stellten die Frage, ob Deborah Sasson, inzwischen auch bereits 58, die Rolle des jungen Chormädchens Christine, noch einnehmen darf. Fest steht, die Stimme des Weltstars ist immer noch wunderschön anzuhören. 

Achim Crispien

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