Insgesamt 174 Wohneinheiten sollen auf dem Gebiet im Stiftallmey entstehen

Pläne für "Funkenwiese" präsentiert

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Mit fünf punktartigen Gebäuden und zwei langgestreckten, abgewinkelten Gebäudezeilen soll die Funkenwiese nach Plänen von Palais Mai aus München bebaut werden.

Kempten – Das Gelände der Funkenwiese im Bereich zwischen Leutkircher Straße, Pulvermühlweg und Jerg-Rist-Weg soll „mit fünf punktartigen Gebäuden und zwei langgestreckten, abgewinkelten Gebäudezeilen“ bebaut werden. Damit können insgesamt 174 Wohneinheiten entstehen, so die Entwurfpläne des Architekturbüros Palais Mai aus München, das die Mehrfachbeauftragung des ausgelobten Wettbewerbs für dieses 1,7 Hektar große Baugebiet für sich entschieden hat.

Durch die langgestreckten Gebäudezeilen entstehen „zwei abgetrennte Bereiche“, erklärte Baureferent Tim Koemstedt am vergangenen Donnerstag im Bauausschuss. Da die vier- bis siebengeschossigen Gebäude „amorphe, abgeknickte Umrisse“ aufweisen, seien alle Wohneinheiten Süd- oder Süd/West-orientiert, wodurch eine optimale Sonnenbelichtung gewährleistet werden könne. Auch zwei Tiefgaragenzufahrten sieht die Entwurfsplanung vor.

Die bereits vorhandenen Fußwege sollen beibehalten und durch neue Wege ergänzt werden. Das Biotop soll in Richtung Norden weiter entwickelt werden. Aufgrund der „großen Qualität der Freiflächen und der geringen Dichte der Bebauung“ habe sich die Arbeit vom Architekturbüro Palais Mai gegen die fünf Mitstreitter durchsetzen können, begründete Koemstedt die Entscheidung der siebenköpfigen Jury, der er selbst ebenso wie OB Thomas Kiechle und Sozialbau-Chef Herbert Singer angehörte.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Sozialbau das Areal erworben und im Oktober insgesamt sechs Architekturbüros aus Bayern und Österreich – darunter auch f64 Architekten und das Architekturbüro Hagspiel aus Kempten – für die Entwurfsphase eingeladen. Im Januar wurden die verschiedenen Arbeiten der Jury vorgelegt. Übergeordnetes Ziel der Ausschreibung war, das bestehende kleine Biotop mit in die Planungen einzubinden sowie das bestehende Quartier baulich qualitätsvoll und angemessen zu ergänzen und damit weiterzuentwickeln. Neben Palais Mai schaffte es auch der Entwurf der f64 Architekten „als sehr wertvoller Beitrag“, so Koemstedt, in die engere Auswahl. Diese Planung sah eine „klare ortogonale Baustruktur“ mit klaren Achsen vor. Ebenso wie beim Siegermodell wurde auch hier mit Punkthäusern und langgestreckten Gebäuderiegeln gearbeitet, allerdings wären hierbei nur 157 Wohneinheiten entstanden.

Noch am Donnerstagabend wurde das Ergebnis von den Planern im Gemeindezentrum St. Franziskus der Öffentlichkeit vorgestellt. Ein Artikel zur Bürgerversammlung folgt in unserer Samstagsausgabe.

Lea Stäsche

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