Plakataktion sorgt für Wirbel

Neben den Aktionen rund um die Entwürfe zum „Zumthor- Turm“ gibt es auch noch andere Interessen, die derzeit in Isny vertreten werden. Eines davon ist die Sorge um das Isnyer Krankenhaus, und da gibt es verschiedene Vorgehensweisen. Während der Förderverein und die Stadtverwaltung sich um eine friedliche Lösung des Problems bemühen, sind andere Gruppierungen recht emotional aufgeladen. Zu diesen gehört ganz deutlich auch die Aktion mit großen Plakaten, die überall in der Stadt auftauchten.

Die Stadtverwaltung um Hauptamtsleiter Oswald Längst hat dazu klar Stellung bezogen. „Jeder kämpft auf seine Weise und der Stil der Stadtverwaltung ist das nicht gerade.“ Beim Ordnungsamt war die Plakataktion nicht angemeldet. Darüber hinaus ist die Verweigerung der Kreisumlage nach der Landkreisordnung nicht möglich und würde bedeuten, dass Isny den Antrag stellt, nicht länger vom Landkreis vertreten zu werden. Im Prinzip also wieder den Status einer „Freien Reichsstadt“ anstrebt. Von der Landkreisordnung her ist Isny aber verpflichtet, seinen Beitrag über das Steuereinkommen an dem Landkreis zu leisten. Nach Meinung von Längst „ist es eine verständliche, aber sehr emotionale Reaktion.“ Aufrufe zum Wahlboykott sind nach ersten Auskünften auch nicht ein gutes Mittel für die Herstellung einer tragbaren Lösung der Krankenhausmisere. Noch ist sowieso alles in der Schwebe. Noch funktioniert das Krankenhaus zur allgemeinen Zufriedenheit und die Beschlussfassung des Kreisrats Ende Juli ist nach der bisherigen Auskunft auf einer neuen Basis zu erwarten. Natürlich ist die Bevölkerung in Isny an einer ihren Vorstellungen entgegenkommenden Lösung interessiert, aber die Besitzverhältnisse der Immobilie „Krankenhaus“ sind klar. Das Gebäude und das Areal gehört dem Kreis und Entscheidungen darüber sind Kreissache. Es ist nicht schlecht, wenn man sich in der Kreisverwaltung darüber klar ist, dass es auch neben den eher friedlichen Bestrebungen um eine Lösung auch Unterströmungen existieren, die kämpferischer und direkter sind. Einfluss auf die Entscheidung wird das aber kaum haben, wenn es auch wünschenswert wäre, dass mit Augenmaß an die Entscheidung heran gegangen wird.

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