»Signal an die Wirtschaft« 

Planungen zum Festwochen-Ersatz haben begonnen 

Im Dirndl unterwegs auf der Allgäuer Festwoche
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Die Allgäuer Festwoche erfreut sich stets großer Beliebtheit.

Kempten – Eine „Festwoche light“ sei es nicht, erklärt Martina Dufner, Geschäftsführerin des Kempten Messe- und Veranstaltungs-Betriebs, was als Ersatzprogramm zum ursprünglich vorgesehenem Termin (6. bis 15. August) stattfinden soll. 

Geplant ist eine Ausstellermesse, die nicht im Zelt, sondern im Freigelände (Königsplatz, Schwaigwiesschule) aufgebaut wird. Ergänzend dazu könnten den Ausstellern überdachte Stände entlang des Finanzamts angeboten werden. Außerdem, wenn pandemiebedingt möglich, sei eine Halle im Stadtpark angedacht. Auf diese Weise könne ein neuer Zeltstandort im Stadtpark ausprobiert werden, bevor 2022 wieder die „große“ Festwoche stattfindet. Ebenfalls biete sich die Möglichkeit, den neuen Bühnenstandort entlang der Sparkasse zu testen. Auf ein Bierzelt müsse verzichtet werden. Alternativ wäre aber in kleinerem Rahmen ein Biergarten denkbar. Die Gastronomie könne „sicher länger als die Ausstellung offen bleiben“, Dufner geht davon aus, dass eine Öffnung bis 22 Uhr möglich sei.

Zum jetzigen Zeitpunkt seien noch keine Verträge geschlossen, so Dufner, aber der Kontakt zu Vertragspartnern der vergangenen Jahre bestünde, Anfragen habe man gestellt – mit gemischten Rückmeldungen. Für Dufner ist das Angebot trotz des Risikos, die Veranstaltung doch absagen zu müssen, ein „Signal, auch an die Wirtschaft“.

Ob die „kleine Festwoche“ ohne Einzäunung und ohne Einrittskarten und -kontrollen funktionieren könne, sei noch nicht absehbar. Wünschenswert sei es, so Dufner, allerdings hänge dies auch davon ab, ob im August bestimmte Vorgaben für Veranstaltungen (Impfung, Test) gelten.

SPD-Stadträtin Ingrid Vornberger befürwortet die Planungen. „Wir haben die Krise schon so lange, da muss man auch mal was anbieten.“ Helmut Berchtold (CSU) glaubt, dass das Veranstaltungsgelände einen Zaun zur Abgrenzung zur ZUM benötige. Auch Erna-Kathrein Groll (Grüne) rechnet damit, dass eine Einzäunung nötig wird. „Wenn sonst nichts stattfindet, ist schnell die Gefahr da, dass zu viele Menschen von überall her kommen.“

Der Werkausschuss fasste den Beschluss, die bisherigen Planungen weiterzuführen. 

Martina Ahr

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