Politiker besuchen Brauhaus

OB Dr. Ulrich Netzer (CSU, 2.v.l.) ließ sich beim Besuch des Allgäuer Brauhauses in Leuterschach zusammen mit den CSU-Stadträten Harald Platz (v.l.), Thomas Kiechle und Erwin Hagenmaier ein frisches Bier schmecken. Foto: privat

Zwar hat das Allgäuer Brauhaus seine Produktionsstätte bereits vor geraumer Zeit von Kempten nach Leuterschach verlagert. Jetzt besuchten die Mitglieder und Stadträte von CSU und Freie Wähler erstmals die neue Brauanlage in Leuterschach. Thomas Wieczorek, technischer Betriebsleiter, gestaltete mit seinem Vortrag und seinem Fachwissen einen abwechslungsreichen Rundgang durch die Brauereianlage.

„Das Braugewerbe gehört zu den ältesten Errungenschaften der Menschheit“, berichtete Wieczorek. Bereits vor 7500 Jahren versuchten sich die ersten Tüftler an der Braukunst. Bis zur heutigen Vielfalt an Bieren war es allerdings ein weiter Weg. Bedingt durch die Entdeckung der Hefe und ihre Möglichkeiten arbeiteten zum Beispiel Bäcker und Brauer lange eng zusammen. Erst bei der Hopfeneinführung trennten sich diese beiden Berufszweige wieder, denn der Hopfen war viel zu bitter für die Zubereitung von Brot. Viel wurde in dieser Zeit auch mit verschiedenen Kräutern experimentiert. „Dabei“, so Wieczorek, „kam es nicht selten zu schweren Vergiftungen, die sogar bis zum Tode führten.“ Durch die Einführung des Reinheitsgebotes wurde dieser „Experimentalbrauerei“ ein Riegel vorgeschoben. Allerdings begründete nicht nur die Sorge um das leibliche Wohl der Bürger die Einführung des Reinheitsgebots. Schon damals waren finanzielle Interessen Anlass für die neue Verordnung. „Das Malz konnte gezählt und gewogen werden, die Kräuter nicht. Daher wurden sie auch aus steuerlichen Gründen verboten“, berichtete er. Mittlerweile produziert das Brauhaus mehr als 25 verschiedene Biersorten. Für die Fraktionsmitglieder gestaltete sich der Nachmittag zu einem Training der Sinne. Es gab geröstete Gerste zu probieren und der Hefeschaum durfte gleich mit dem Finger probiert werden. Doch war das „Zwickeln“ ein besonderer Höhepunkt. Und so frisch, so waren sich die Teilnehmer einig, bekommt man nicht immer ein Bier ins Glas. Insgesamt enthält ein Bier rund 450 Aromastoffe. Obwohl die Produktionsstätte des traditionsreichen Allgäuer Brauhauses nun in Leuterschach liegt, wird der Verwaltungskomplex weiterhin in Kempten bleiben. „Wir haben eine tiefe Verbindung zu Kempten und wollen an dem Standort auf jeden Fall festhalten“, betonte Wieczorek.

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