Viele Parkverstöße an überlaufenen Hotspots

Polizei resümiert über das Pfingstwochenende

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SCHWABEN SÜD/WEST - Die frühsommerliche Witterung hatte für eine überdurchschnittliche Einsatzlage im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West gesorgt.

Nach Pressemitteilung der Polizei hatte der Andrang an touristischen Hotspots im Vergleich zu Christi Himmelfahrt nochmals stark zugenommen.

Am Samstag konnte die Polizei in allen Bereichen, insbesondere an den touristischen Hotspots, regen Ausflugsverkehr feststellen. Dabei handelte es nicht nur um Tagestouristen, sondern auch um Kurzurlauber. Die Ausflugsziele in der Region waren überwiegend sehr gut besucht. Herausragende Verkehrsstörungen wurden nicht verzeichnet.

Am Sonntag war das Besucheraufkommen sehr hoch gewesen. An den touristischen Hotspots stellte die Polizei eine große Anzahl an Parkverstößen fest, nachdem die ausgezeichneten Parkplätze an den Ausflugszielen meist ausgelastet bzw. überfüllt waren. 

Im Landkreis Oberallgäu wurden die Bereiche Bad Hindelang (Ortsteil Hinterstein) und Sonthofen (Ortsteil Hinang) sprichwörtlich überlaufen, selbiges am Alpsee bei Immenstadt. Am Alpsee stellten viele Ihre Fahrzeuge im Naturschutzgebiet ab oder parkten Rettungswege zu. Hier mussten einige Fahrzeughalter verwarnt werden. Die Parksituation in Reichenbach verschärfte sich im Vergleich zu letztem Wochenende nochmals. Es mussten trotz vorherrschender Beschilderung circa 180 Fahrzeuge verwarnt werden.

Im Ostallgäu ergab sich wiederum ein Schwerpunkt in und um Füssen. Alle Parkplätze am Tegelberg, Buchenberg, Hopfen am See, Schwanensee und Hohenschwangau waren schon ab 13:00 Uhr restlos belegt.

In Lindau kam es schwerpunktmäßig auf der Insel zu stockendem bis stehendem Verkehr, weil dort alle Parkplätze bereits sehr früh am Tag ausgelastet waren. In Hinterstaufen (Buchenegger Wasserfälle) kam es zu einem hohem Fahrzeugaufkommen und einer sehr angespannten Parksituation.

Trotz Öffnung der Camping- und Wohnmobilstellplätze wurden insbesondere in den alpinen Regionen wiederum einige Wildcamper festgestellt und geahndet. Generell kam es bei der erwarteten Anreise von vielen Campern aus der gesamten Republik an den Campingplätzen nur zu geringen Verkehrsbehinderungen.

Am Pfingstmontag war das Verkehrsaufkommen in den Regionen nochmals höher als am Sonntag. Entsprechend verschärfte sich die Parksituation nochmals. Schon in den Morgenstunden war auf der OA4 bei Reichenbach in beide Fahrtrichtungen kein Durchkommen mehr. Es kam zu erheblichen Verkehrsstörungen durch parkende Ausflugsgäste. Es wurden rund 200 Falschparker verwarnt. Auch an der Breitachklamm bei Oberstdorf parkten viele Verkehrsteilnehmer verkehrswidrig, sodass dort rund 100 Verstöße geahndet werden mussten. Auch an der Fellhornbahn, welche dieses Wochenende in Betrieb ging, kam es zu einem sehr hohen Besucherandrang und Fahrzeugaufkommen.

Im Bereich Oberstaufen (Steibis) musste die Zufahrtsstraße zur Hochgratbahn temporär gesperrt werden. Bereits gegen 10.45 Uhr hatten dort 35 Fahrzeugführer ihre Pkw im Landschaftsschutzgebiet geparkt, die Parkplätze waren bereits ausgelastet. Der Fahrzeugverkehr hatte sich bis nach Steibis angestaut und ein Durchkommen für Rettungskräfte wäre auch aufgrund von Baustellen auf der Zufahrtsstraße nicht mehr möglich gewesen. Nachdem sich die Situation wieder entschärft hatte, wurde die Sperrung gegen 13.30 Uhr wieder aufgehoben.

An den Buchenegger Wasserfällen lief war die Parksituation am Montag entspannter als am Sonntag, nachdem die Parkregeln und die Beschilderung angepasst wurden.

Zusammenfassend erklärte die Polizei, dass es an allen touristischen Hotspots im Bereich des PP Schwaben Süd/West im Vergleich zu Sonntag nochmals zu einem stärkeren Besucher- und damit auch Fahrzeugaufkommen gekommen war. Auf den überregionalen Verkehrswegen wie Bundesstraßen und Autobahnen wurden keine nennenswerten Verkehrsbehinderungen festgestellt. Einzig auf der BAB 980 am Dreieck Allgäu und an der AS Waltenhofen kam es am Montag wegen einer Baustelle und dem erhöhten Verkehrsaufkommen zu Stauungen in beide Richtungen.

Die Polizei rät bei derzeit geplanten motorisierten Ausflügen zu touristischen Zielen auch aus Rücksicht auf die Anwohner die Parkverbote einzuhalten und keinesfalls verbotswidrig in geschützten Gebieten zu parken. Hier drohen bei Verstößen gegen das Naturschutzrecht Verwarnungsgelder ab 40 Euro. Wildes Campieren mit Zelt, Wohnwagen oder -mobil wird mit einem dreistelligen Betrag geahndet. Es wird deshalb angeraten, sich bereits vor Fahrtantritt über weniger stark frequentierte Parkplätze auf dem Weg zum geplanten Ausflugsziel zu erkundigen und falls nötig für die letzten Kilometer oder gänzlich öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.

Unfallgeschehen

Das erhöhte Verkehrsaufkommen gerade am Pfingstmontag hatte auch zu einigen Verkehrsunfällen geführt. Im Schutzbereich des PP Schwaben Süd/West ereigneten sich zwischen 7 Uhr und 17.30 Uhr, 24 Verkehrsunfälle mit verletzten Personen und 13 Verkehrsunfälle ohne Personenschaden. Darunter auch einige Verkehrsunfälle mit Fahrradfahrern und Motorradfahrern.

Einhaltung der Regeln zum Schutz vor Corona

Insgesamt konnte die Polizei weiterhin eine hohe Akzeptanz der Mitbürgerinnen und Mitbürger verzeichnen, was das Abstandsgebot und die Maskentragepflicht anbelangt. So hatte es bei 1800 Kontrollen, zwischen Freitag und Pfingstmontag nur rund 40 Bußgeldanzeigen gegeben. In den allermeisten dieser Fälle haben Personen gegen die Kontaktbeschränkungen in der Öffentlichkeit verstoßen.

Lediglich ein uneinsichtiger Gastronom in Oberstdorf musste durch Polizeibeamte eindringlich belehrt werden. Nach Mitteilung einiger Bürgerinnen und Bürger bei der Polizei sei es von Seiten des Personals fortgesetzt zu Verstößen gegen die Maskentragepflicht gekommen. Das Gesundheitsamt wurde eingeschaltet und ein Bußgeldverfahren eingeleitet.

kb

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