Generalversammlung der Freien Energiegenossenschaft Isny

Weiter im Aufwind

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Die Verantwortlichen der FEGI: Manfred Behrning (v.l.), Hellen Maus und Josef Hodrus.

Isny – Schon der Tagungsort der Freien Energiegenossenschaft Isny im Allgäu eG (FEGI) in der Schalterhalle der Volksbank Allgäu West in Isny hatte einige Aussagekraft.

Immerhin ist Josef Hodrus, Vorstandsmitglied der VBAW, gleichzeitig auch Vorsitzender des Aufsichtsrats der FEGI und damit mitten im Geschehen. So war es auch seine Aufgabe, die Mitglieder der Genossenschaft zur diesjährigen Generalversammlung zu begrüßen. 

Ihm fiel auch die Aufgabe zu, die Versammlung zu leiten und zu Beginn erläuterte er die rechtlichen Grundlagen, die zu dieser Einladung führten. Die Beschlussfähigkeit wurde festgestellt und daran schloss sich der Bericht des Aufsichtsrates über seine Tätigkeit im vergangenen Jahr an. Erst einmal dankte er dem Vorstand der FEGI, Manfred Behrning und Hellen Maus, für seine ehrenamtliche Tätigkeit. Beide sind seit der Gründung der Genossenschaft tätig, wobei Hellen Maus zuerst als Geschäftsführerin fungierte ehe sie von den Mitgliedern in den Vorstand gewählt wurde.

 Jeder hat eine Stimme 

Die Arbeit des Aufsichtsrates ließ sich kurz zusammen fassen: „Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er hat seine Überwachungsfunktion wahrgenommen und fasste die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse.“ Fünf Sitzungen im Jahre 2012 waren zu vermerken und im Jahre 2013 sind auch schon wieder drei Sitzungen dazu gekommen. Die Mitgliederzahl liegt momentan noch bei 209, das Geschäftsguthaben bei 722 300 Euro. 43 Personen halten 10 000 Euro, 27 Personen zwischen 5000 und 9900 Euro, 79 1000 bis 4900 Euro und 60 Personen weniger als 1000 Euro des Kapitals. Unabhängig von der Höhe der Einlagen hat jedes Mitglied nur eine Stimme innerhalb der Genossenschaft. 

Manfred Behrning trug den Bericht des Vorstandes vor. Hier waren es vor allem die Photovoltaikanlagen, die zu erwähnen waren und die im vergangenen Jahr mit den Erträgen über der Prognose lagen. Alle Anlagen laufen nun ohne Probleme, nur etwas mehr Sonne wäre wünschenswert, denn das Frühjahr 2013 war einfach etwas zu trübe. Neun PV-Anlagen gibt es mittlerweile schon rund um und in Isny: Kläranlage Maierhöfen, Grundschule Neutrauchburg, Feuerwehrhaus Maierhöfen, Kläran- lage Eisenharz, Vereinsheim Ebrazhofen, Iberghalle Maierhöfen, Neue Mensa am Schulzentrum und die am Feuer- wehrhaus Isny, die als letzte ans Netz ging. Das Jahr 2012 brachte außerdem die Gründung der Bio-Energie Isny GmbH und Co KG, die mit der bis September fertig zu stellenden Hackschnitzelanlage über ein Nahwärmenetz (der Kreisbote berichtete) nicht nur die Schulen und öffentlichen Gebäude anschließen wird, sondern auch private Abnehmer mit ans Netz nimmt. Der Trend ist hier positiv, auch wenn noch Kapazitäten frei sind und durch Öffentlichkeitsarbeit weitere Anschlusswillige gefunden werden sollten. 

Positiver Abschluss 

Der finanzielle Jahresabschluss der FEGI war ebenfalls als positiv zu bezeichnen. Bernhard Rinninger, Aufsichtsratsmitglied und Steuerberater, hatte jedenfalls keine Schwierigkeiten damit, einer Dividenden-Ausschüttung von vier Prozent zuzustimmen. Die Dividendenausschüttung erfolgt zum 30. Juni 2013, wie per Akklamation beschlossen wurde. Die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat erfolgte einstimmig. Ebenfalls beschlossen wurde eine Erhöhung des Grundkapitals. Altmitglieder können nun statt 10 000 Euro auf 20 000 Euro die Einlagen erhöhen und eine ganze Reihe von Neuaufnahmen ist ebenfalls auf der Warteliste. Die FEGI wird sich zu einem Drittel an der Bio Energie Isny (BEI) beteiligen und die Nahwärmeversorgung und alle damit verbundenen Baumaß- nahmen werden von Manfred Behrning und seinen Helfern voran getrieben. Das CO²- freie Isny ist weiterhin das anzustrebende Ziel.

Manfred Schubert

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