Wahrnehmung von Architektur im Fokus

Architekt(o)uren locken

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Stolz präsentierten (v.l.) Marja (11), Keala (12), Juliane (8) und (rechts) Marlene (10) der Präsidentin der Bayerischen Architektenkammer, Christine Degenhart, ihre schwimmenden Objekte.

„Früh übt sich“, heißt es im Volksmund und das gilt nach Ansicht der Bayerischen Architektenkammer auch für die Wahrnehmung unserer Umwelt. Deshalb gab es auch bei den diesjährigen Architektouren am vergangenen Wochenende wieder ein spezielles Programm für Kinder.

Während der Architektourbus die Stationen in Mindelheim und Memmingen ansteuerte, waren an der Kemptener „Endstation“, dem Wasserkraftwerk an der Kaufbeurer Straße, bastelfreudige Kinder fleißig am Werkeln. Zur Seite stand ihnen die Architektin sowie Initiatorin und Mit-Inhaberin von querKUNST in Kaufbeuren, Tatjana Nocker. Naheliegend, dass an diesem nicht nur architektonisch reizvollen Ort an der Iller die Aufgabenstellung „schwimmende Objekte“ lautete. Die kreativen Boote aus Holz, Pappe, Kork, Stoff und Draht wurden auch gleich einem Test im Wasser unterzogen. Auch wenn Mädchen beim Bootsbau, so Nocker, eher Wert auf „die Innenarchitektur“ legten und „nicht so auf die Technik wie bei Jungen“, hielten sich auch die Boote von Marja, Keala, Juliane und Marlene wacker im Strom der Iller. Selbst hoher Besuch wurde am Architektouren-Samstag am AÜW-Wasserkraftwerk gesichtet. Zum Führungstermin mit der Bus-Gruppe konnten Rainer Lindermayr vom Architekturbüro f64 und af-Geschäftsführer Franz Schröck die Architektin Christine Degenhart begrüßen, Präsidentin der Bayerischen Architektenkammer. Sie hatte sich erst kurz vor ihrem Eintreffen telefonisch angekündigt und zeigte sich nicht nur begeistert von den handwerklichen Ergebnissen der vier Mädels. Ebenso hingerissen war sie nach der Führung durch das von f64 Architekten entworfene Kraftwerk von eben diesem. Hier sei gelungen, „zwei Dinge miteinander zu verknüpfen“: den Fluss energetisch in Kombination mit Natur und Fischerei zu nutzen. Fasziniert zeigte sich die Rosenheimerin – da gebe es wenig Zugang zum Fluss, weil der auch „so ein wilder Kerl ist“, wie die Iller – hier darüber, „dass man dem Fluss so gerecht wird“; dazu die architektonisch gelungene Verbindung von Kraftwerk und Gastronomie; „es hätte auch eine trockene Tiefbaumaßnahme werden können“, zollte sie dem ambitionierten Vorgehen des AÜW Respekt, hier neben Energieerzeugung für Aufenthaltsqualität zu sorgen. Außerdem sei es einfach „toll, wenn Architekten und Ingenieure so Hand in Hand arbeiten“.  Christine Tröger

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