»Meins wird deins« 

»Probe-Spielen« in der neu gebauten Kindertagesstätte Sankt Martin 

Mit einer großen Breze gaben Oberbürgermeister Thomas Kiechle (links) und KiTa-Leiter Maximilian Wiedemann den Startschuss in der Kindertagesstätte Sankt Martin in der Tobias-Dannheimer-Straße
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Mit einer großen Breze gaben Oberbürgermeister Thomas Kiechle (links) und KiTa-Leiter Maximilian Wiedemann den Startschuss in der Kindertagesstätte Sankt Martin in der Tobias-Dannheimer-Straße.

Kempten – Betritt man die neugebaute Kindertagesstätte Sankt Martin, findet man im Vorraum als Erstes eine Art Schrein mit einem zugezogenen roten Vorhang. Darüber prangt ein Glaskunst- werk, das den Heiligen Martin zeigt. „Meins wird deins“ steht in großen Lettern daneben. „Haben Eltern von zu Hause etwas übrig, legen sie es hinter den Vorhang und jemand anders kann es mitnehmen“, erklärt Maximilian Wiedemann, der Leiter der Einrichtung in der Tobias-Dannheimer-Straße. 

„Ganz nach dem Motto des heiligen Martin.“ Pfarrer Ebbers, der Vertreter der katholischen Kirchenstiftung Sankt Michael, hat die Idee mit dem Martinsschrein vorangetrieben.

In gewisser Weise griff auch Oberbürgermeister Thomas Kiechle das Thema „Teilen“ auf, als er zusammen mit Wiedemann einen symbolischen Schlüssel aus Brezenteig anschnitt. Die KiTa Sankt Martin hat schon seit Januar geöffnet, aber die offizielle Feier muss noch warten. „Wir wollten aber trotzdem ein Startsignal geben“, sagte Kiechle.

Der intensive Holzgeruch im ganzen Gebäude dringt selbst durch die FFP2-Maske und verströmt zusammen mit dem sanften Licht eine wohlige Atmosphäre. Das Haus, in dem später auch die Sprösslinge aus dem Baugebiet Halde Nord einen Platz finden sollen, ist im Passivhausstandard komplett aus Holz gebaut. Selbst die Schallschutzelemente an den Decken sind aus Holz. „Wir fühlen uns alle schon sehr wohl“, sagt Leiter Wiedemann. Die KiTa Sankt Martin ist in das neue Gebäude gezogen und bietet nun 78 Kindergarten- und 30 Krippenkindern Platz zum Spielen, Toben, Singen und Lernen. Auch Kinder mit erhöhtem Förderbedarf sind willkommen.

Besonders ist auch die eigene Küche, wo Fachpersonal Frühstück und Mittagessen für die Kleinen zubereitet. Bei den verantwortlichen Ämtern freut man sich über den schnellen und unfallfreien Bau. Kempten braucht die Kindergarten-Plätze und hat 2018 eine Ausbau-Initiative gestartet. Wenn alle Baumaßnahmen beendet sind, hat die Stadt ihr Platzangebot um ein Viertel gesteigert.

Statt Kindern auf Rutsche, Sandkasten und Klettergerüst lärmen im Außenbereich der KiTa Sankt Martin derzeit noch die Bagger, aber „wenn die Eltern helfen, den Rasen auszurollen, können wir den Garten im Sommer nutzen“, zeigte sich Wiedemann zuversichtlich.

Susanne Lüderitz

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