Ab jetzt: ungetrübte Langlauf-Freuden

Eschacher Loipe wird wieder durchgehend präpariert

+
Skater und Klassische Langläufer werden die Eschacher Loipe nutzen können, die künftig regelmäßig gespurt wird.

Kempten – In zahlreichen Verhandlungen zwischen der Stadt Kempten, der Gemeinde Buchenberg und Sponsoren ist eine praktikable Lösung für die Präparierung der Loipe gefunden worden. Der Ausschuss für Schule und Sport hat in seiner Oktobersitzung sein OK für die Pläne gegeben.

Bisher war es mühsam: Da das Spurgerät immer von Kempten nach Eschach transportiert werden musste, um die Loipen herzurichten, fielen dadurch hohe Kosten an, der Zeitaufwand war groß. An einigen eigentlich idealen Tagen mussten die Langläufer auch auf die Präparierung in Eschach verzichten, weil Voraussetzung war, dass das Gerät in Kempten nicht gebraucht wurde. Das berichtete Sportsamtsleiter Klaus Schwaninger in der Ausschuss-Sitzung. Nun ist ein Unternehmer mit einem entsprechenden Gerät gefunden worden, der die Arbeit für fünf Jahre übernimmt. 8000 Euro kostet das für 60 vom Unternehmer angebotene Tage im Jahr.

Die Stadt Kempten hatte vorgeschlagen, bis zu 5000 Euro davon aus Mitteln der Sportförderung zu finanzieren, wenn der Rest durch Sponsoren abgedeckt würde. Diese Förderer, darunter eine Schi-Schule, haben sich gefunden, wie der Sportsamtsleiter auf Nachfrage von Klaus Knoll (FW/ÜP) mitteilte. Teil der Vereinbarung ist, dass „nur die Tage abgerechnet werden, die tatsächlich gespurt werden“, sagte er. Die Gemeinde Buchenberg werde die Abrechnung übernehmen und an Kempten weiterleiten. Mit dieser Lösung komme die Stadt günstiger weg als mit der bisherigen Variante. 400 Euro habe jeder Einsatz des Kemptener Geräts inklusive Personal, Fahrzeug und Gerät gekostet. Andreas Kibler von der CSU-Fraktion hielt die Lösung für „pragmatisch, kostengünstig und zukunftsfähig“.

Vor der Absegnung durch den Ausschuss hatten die Mitglieder aber noch einige Fragen: So interessierte sich Dr. Dominik Spitzer (FDP) dafür, was passiere, wenn Sponsoren abspringen. „Die Sponsoren wissen, dass der Vertrag fünf Jahre läuft“, stellte Schwaninger klar und Harald Platz (CSU) ergänzte, dass dann neue gefunden werden müssten, dies aber nicht Aufgabe der Stadt sei. „Beteiligen sich die Sponsoren prozentual von Anfang an?“, wollte Katharina Schrader (SPD) wissen. Dies ist nicht der Fall. Erst wenn die 5000 Euro der Stadt aufgebraucht seinen, kämen die Sponsoren zum Zug. „Das ist die bisherige Vereinbarung“, so Schwaninger. Diese Reihenfolge hinterfragte Thomas Hartmann (Bündnis 90/Die Grünen): „Wäre es nicht sinnvoll, die Investitionsreihenfolge umzudrehen, sonst zahlt die Stadt immer und die Sponsoren eventuell überhaupt nicht.“ Platz, der bei den Verhandlungen dabei gewesen war, sagte, dass es allein die Zusagen der Stadt gewesen seien, durch die die Sponsoren hinzugekommen seien. Der Vorschlag sei gut, aber nicht umsetzbar. Und so stimmte der Rat für die ausgehandelte Lösung. 

Susanne Kustermann

Auch interessant

Meistgelesen

Video
Parkettböden - Wohngefühl und Lebensqualität
Parkettböden - Wohngefühl und Lebensqualität
Von Müll-Ansammlern und Müll-Verweigerern
Von Müll-Ansammlern und Müll-Verweigerern
Maria Profanter rühmt unsere Denkkraft in ihrer Ausstellung
Maria Profanter rühmt unsere Denkkraft in ihrer Ausstellung
Ankündigung eines Amoklaufs als "unbedachte Äußerung"
Ankündigung eines Amoklaufs als "unbedachte Äußerung"

Kommentare