"Bio Appetito!"

Schüler des Hildegardis-Gymnasiums mögen‘s Bio

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Im Beisein von Schülern der Klassen 10a-d (l.) mit Lehrer Matthias Klaubert (Mitte hinten) überreichte Gila Kriegisch (r.), Marketingleiterin RAPUNZEL Naturkost GmbH, symbolisch einen Bio- Lebensmittelkorb an Schulleiter Markus Wenninger vom Hildegardis-Gymnasium. Mit dabei waren auch Joseph Wilhelm, Geschäftsführer RAPUNZEL Naturkost GmbH (2.v.r.), Gudrun Schöne, Leiterin der Schulmensa (3.v.r.), Thomas Weiß, Klimamanager Stadt Kempten (4.v.l.), und Sarah Diem, Projektmanagerin der Öko-Modellregion Oberallgäu-Kempten (5.v.r.).

Kempten – „Klimaschutz geht durch den Magen“, sagt schmunzelnd Markus Wenninger, Schulleiter des Hildegardis-Gymnasiums in Kempten. Gemeinsam mit Vertretern der Stadt Kempten und des Landkreis Oberallgäu steht er mit Joseph Wilhelm, Geschäftsführer der RAPUNZEL Naturkost GmbH, in der Mensa des Hildegardis-Gymnasiums, um die Einführung von mindestens 25 Prozent Bio-Lebensmitteln in der schuleigenen Mensa zu feiern.

Zukünftig wird der bekannte Bio-Lebensmittelvermarkter mit Firmensitz Legau die Schulküche des Hildegardis-Gymnasiums mit Bio-Lebensmitteln aus eigenem Hause beliefern. „Wir freuen uns mit dem Hildegardis-Gymnasium einen ersten Partner im Bereich Schule gefunden zu haben, der mit uns, der Öko-Modellregion Oberallgäu-Kempten, ein solches Leuchtturmprojekt auf die Füße stellt“, sagt Sarah Diem, Öko-Projektleiterin aus dem Landratsamt Oberallgäu.

Mit der Ökomodellregion hat sich das Landratsamt Oberallgäu gemeinsam mit der Stadt Kempten, in Person von Klimaschutzmanager Thomas Weiß, die folgenden Ziele gesetzt: Erzeuger, Verarbeiter und Vermarkter vernetzen und regionale Kooperationen anregen; Perspektiven des Ökolandbaus veranschaulichen und Erfahrungsaustausch ermöglichen; Regionale, vorwiegend biologisch erzeugte Spezialitäten fördern und durch Information und Öffentlichkeitsarbeit die Menschen in der Region erreichen.

Je jünger desto Bio

Mit der Einführung einer 25-Prozent-Quote biologisch erzeugter Lebensmittel ist die Mensa des Hildegardis-Gymnasiums ein vortreffliches Vorzeigemodell. „Immerhin“, so Weiß „wird hierdurch die Zielgruppe erreicht, die die Auswirkungen des Klimawandels zukünftig am stärksten spüren wird“. 1050 Schülerinnen und Schüler besuchen das Hildegardis-Gymnasium und täglich werden zwischen 150 bis 200 Mahlzeiten in der Schulküche zubereitet. Dass Nachhaltigkeit eine große Rolle am geschichtsträchtigen Gymnasium spielt, hat das Hildegardis-Gymnasium bewiesen, als es unlängst als einzige Schule Süddeutschlands für seine vorbildliche Arbeit im Klimaschutz in Hamburg mit dem Gütesiegel „Klimaschule 2018“ ausgezeichnet wurde (derKreisbote berichtete). Voraussetzung hierfür war die Berechnung eines detaillierten „ökologischen Fußabdrucks“ und die Erstellung eines schuleigenen Klimaschutzplans, der gemeinsam mit den Schüler erarbeitet und vom Schulforum beschlossen wurde.

Dass die heheren Ziele umgesetzt werden, dafür sorgen die Schüler in Form eines Projektteams „Klimaschule“ und gewählter Klimabotschafter selbst. So viel jugendliches Engagement überzeugte auch Joseph Wilhelm, CEO der RAPUNZEL Naturkost GmbH aus Legau. Zukünftig wird sein Unternehmen die schuleigene Mensa mit gesunden Bio-Produkten beliefern. Symbolisch überbrachte er, gemeinsam mit Marketing-Leiterin Gila Kriegisch, Schulleiter Markus Wenninger und Gudrun Schöne, Leiterin der Schulmensa, einen 300 Kilogramm schweren Warenkorb mit Biolebensmitteln im Wert von rund 1000 Euro. „Schulverpflegung ist ein großes Thema. Wir produzieren erst fünf Prozent unserer Lebensmittel in Deutschland biologisch, da sind Schüler wunderbare Kommunikatoren,wenn es um die Empfehlung gesunder Lebensmittel geht“, so Wilhelm, der von sich und seiner Firma sagt: „Wir leben das, was wir verkaufen.“

Jörg Spielberg

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