Qual der Wahl

Zwei Varianten mit Tiefgarage und eine ohne waren am Ende im Arbeitskreis für die Neugestaltung des Hildegardplatzes übrig geblieben. Baureferentin Monika Beltinger stellte die drei Lösungsvorschläge, die „keine Entscheidung sondern einen Arbeitsprozess“ darstellen würden, beim Infoabend im Kornhaus vor. Alle drei Varianten beinhalten identische Elemente der Platzgestaltung: Ein „Baumdach“ auf einer Fläche von 17 Quadratmetern im Bereich des Durchgangs zur Salzstraße, Sitzstufen aus Granit am Basilikahügel und ein Geistesgeschichtlicher Weg mit Schautafeln rund um die Kirche. Die wassergebundene Fläche des Gründaches werde, so Beltinger, im Falle einer Tiefgarage statt ebenerdig um 80 Zentimeter erhöht sein.

Variante 1: Wie laut Verkehrsgutachten vorgegeben, sieht die Variante ohne Tiefgarage 120 oberirdische Stellplätze vor. Bei einer Straßenführung im Westen und Süden des Platzes, sind 72 der Stellplätze senkrecht entlang der südlichen Straße und 48 am Kirchberg geplant. Es sei wichtig, dass trotz Straße und Geschäften noch ein „breiter Boulevard“ verbleibe, so die Baureferentin, die den Abstand zwischen Hauswand und Parkplätzen auf rund fünf Meter bezifferte. Die Fahrbahn sei breit genug geplant, „dass Gegenverkehr und auch Busverkehr abgewickelt werden können“, führte sie aus. Im wesentlichen unverändert bleibe der Kirchberg, der „aber besser gestaltet wird“, wie sie meinte. Variante 2: Die kleine Tiefgaragenvariante soll insgesamt 126 Fahrzeugen eine Abstellfläche bieten, die große sieht 171 Stellflächen vor. Bei beiden sind davon oberirdisch acht am Kirchberg vorgesehen und 22 verteilt auf den südlichen Platzbereich längs zur Straße und im Norden quer, so dass bei der kleinen Lösung 96 Parkplätze in der Tiefgarage entstehen, bei der großen Lösung 141. Da man bei der Einfahrt am Kirchberg bereits unten sei, „ist keine größere Rampe nötig“ so Beltinger. Abgänge zur Tiefgarage sollen laut Entwurfsplan bei der kleinen Variante drei, bei der großen vier entstehen. Bei beiden identisch sind ein Abgang im Bereich des Taxistandes vor dem Biergarten des „Stift“, einer mit Aufzug am Rand unter dem Gründach zur Platzseite hin, und einer zwischen den Längsstellplätzen entlang der Geschäfte. Der vierte Zugang der großen Tiefgaragenvariante findet sich im Bereich des Treppenaufgangs zur Kirche beim Fürstensaal. Kosten und Bauzeiten der drei Varianten bezifferte Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann mit 2,6 Millionen Euro für die oberirdische Parkvariante, Bauzeit etwa ein Jahr. 6,1 Millionen Euro für die kleine Tiefgaragenvariante und sieben Millionen Euro für die große, Bauzeit bei beiden etwa ein Jahr und drei Monate. In den Bauzeiten berücksichtigt wurden die archäologischen Grabungen mit zwei Monaten Dauer für die Lösung ohne Tiefgarage und drei im Fall einer Tiefgarage.

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