Reges Interesse

Quartiersmanagement Kempten-Ost nimmt Fahrt auf

Ostbahnhof in Kempten, Augartenweg und Brodkorbweg in Kempten
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In punkto Verkehr gibt es mehrere Baustellen in Kempten-Ost. Am Ostbahnhof (o.) erwartet einen Ödnis aus Asphalt und Beton, im Augartenweg fehlen Anwohnerparkplätze (l.u.) und der Brodkorbweg (r.u.) ist zu schmal für zwei Fahrspuren

Kempten – In Corona-Zeiten werden Videokonferenzen allmählich zur Gewohnheit. Diesem Trend schloss sich auch das Stadtteilbüro Kempten-Ost an, das seine aktuelle Sitzung des Stadtteilbeirats Kempten-Ost online abhielt. Die Quartiersmanager Jan Damlos und Maximilian Erhardt konnten am Abend 28 Teilnehmer begrüßen, die sich zur Onlinekonferenz eingeloggt hatten. Darunter auch die beiden Stadträte Katharina Schrader von der SPD und Franz Josef Natterer-Babych von der ÖDP/UB. Extra für die Übertragung hatten sich die beiden Quartiersmanager vor einen Banner, den das Lorbeerkranz-Logo von Kempten-Ost ziert, gesetzt. Inhaltlich ging es um Berichte aus den Arbeitskreisen und weitere Projekte wie ein kostenloses Lebensmittelangebot in der Reinhartser Straße.

Zu Beginn wurden die Teilnehmer aufgefordert, online über das Smartphone eine Cloud mit Begriffen zu kreieren, die sie mit dem Quartiersmanagement in Verbindung bringen. Begriffe wie „Veränderung, Beteiligung, Engagement, Anlaufstelle, Integration und Wirtschaftsförderung“ wurden am häufigsten genannt. Anschliessend stellte das Mitglied des Stadtteilbeirats Alexander Schilling den aktuellen Stand zur geplanten Stadtteilzeitung vor. Derzeit legt man mit der Agentur „Studio Erika“ den Seitenspiegel, Leitbild und Layout fest. Geplant zur Erstausgabe um Ostern 2021 ist eine geheftete Broschüre mit 24 Seiten, die in den Briefkästen verteilt wird. Um diese Seiten zu füllen, rief Schilling dazu auf, Texte über stadtteilrelevante Themen an die Redaktion zu leiten. In einer kurzen Online-Umfrage bewertete man die Arbeit der Stadtteilreporter als gut, auch das Konzept und der Zeitplan zur ersten Ausgabe wurden gewürdigt.

Verkehr, Lebensmittel und Sport

Zum Themenkomplex „Verkehr“ sprach Prof. Dagmar Everding. Sie hatte sich jüngst mit dem Mobilitätsmanager der Stadt Kempten Stefan Sommerfeld getroffen, um die Kernpunkte der Verbesserung der Verkehrssituation Kempten-Ost durchzusprechen. Im Fokus bleibt weiterhin der Ostbahnhof mit seinen Wegeverbindungen ins Quartier. Hier soll laut Everding eine Car-Sharing Station mit Elektroautos entstehen. Beim Brodkorbweg überwiegen die Meinungen, die eine Umwandlung in eine Einbahnstraße vorschlagen. Angesprochen wurde die Vorfahrtsregelung in der Reinhartser Straße und die Parkplatzsituation im Quartier.

Nachdem das Parken am Illerdamm kostenpflichtig wurde, parken viele Einpendler rund um den Brodkorb- und Augartenweg, was zu Verdruss führt. Allerdings räumte Everding ein, dass die Anmeldung von Anwohnerparkausweisen nicht einfach ist, man bleibe aber in Kontakt zur Stadt. Die unübersichtliche Zufahrt zum Toom-Baumarkt wurde ebenfalls angesprochen, Schrader fügte ein, dass an dieser Stelle mittelfristig ein Kreisverkehr geplant ist. Aus dem Arbeitskreis Arkaden Café und Familienzentrum wurde berichtet, dass zwar die baulichen Maßnahmen im Zeitplan liegen, coronabedingt sich aber die Bewirtung und Bespielung der Einrichtungen noch weiter in das Jahr 2021 verschieben wird.

Beginnen möchte man mit Kindergruppen und Deutsch-Kursen. Auf Nachfrage bestätigten die Zuständigen, dass bei einer Aussenbestuhlung des Cafés in den Sommermonaten eine Außen-Sichtbarkeit gewährleist sei. Für die freiweiligen Mitarbeiter des Cafés werde es Hygienekurse geben. In einem weiteren Punkt durften die Teilnehmer das Erscheinungsbild des Quartiersmanagement beurteilen. Auch wenn es noch Kritiker des „Lorbeer-Kranz“ gibt, so wurden zu 60 Prozent die Ergebnisse im Bereich Corporate Identity gewürdigt. Erfreuliches gab es von der Reinhartser Straße zu vermelden, dort wird es zukünftig freitags von 10 bis 11.30 Uhr ein kostenloses Lebensmittelangebot für Bedürftige geben. Die Lebensmittel erhält das Quartiersmanagement von der Tafel. In Absprache mit dem Ordnungsamt wurden die organisatorischen Dinge hierzu festgelegt. Auf Nachfrage wurden die Teilnehmer informiert, dass beim Umbau des Getränkemarktes auf dem Bühl zu einem Miniladen ein Team der EDAKA mithelfen wird. Auch beim Thema Bike-Park und Beachvolleyballfeld gab es Positives zu vermelden.

Hier berichteten Schrader und Natterer-Babych aus dem Stadtrat. Für das Projekt wurden von Bund und Land 350.000 Euro Fördergelder bereit gestellt, so dass bei einer 90 Prozent Förderung die Projekte umgesetzt werden können. Der anspruchsvolle Bike-Park entsteht östlich des Kletterturms, die beiden Beachvolleyballplätze wohl westlich der Kneipp-Anlage. In punkto „Mobile Apotheke“ stellte das Quartiersmanagement eine zeitnahe Lösung in Aussicht. Die nächste Online-Stadtteilbeiratssitzung findet am 20. Januar 2021 statt.

Jörg Spielberg

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