Zwei junge Männer für Kempten-Ost

Die Quartiersmanager der Sozialen Stadt Kempten-Ost haben losgelegt

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Voller Tatendrang sind die beiden neuen Quartiersmanager von Kempten-Ost Max Erhardt (l.) und Jan Damlos.

Kempten – „Darauf hab ich Bock: Das Leben im Stadtteil lebenswerter zu machen“, das hat sich Jan Damlos gedacht, als er die Stellenausschreibung der Caritas gelesen hat. Und: Der gebürtige Kemptener, Jahrgang 1989, versteht sich sehr gut mit seinem Kollegen Max Erhardt. Beide haben Soziale Arbeit studiert und bilden künftig die Schnittstelle zwischen den Bewohnern von Kempten-Ost und den Politikern in der Stadt. Sie wollen Aktionen ins Leben rufen, die die Bürger zusammenbringen und dadurch die Identifikation mit dem Stadtteil stärken.

Derzeit sind Damlos und Erhardt damit beschäftigt, Kontakte zu knüpfen und sich im Stadtteil bekannt zu machen. Sie schauen in Seniorenheimen, Jugendzentren, KiTas vorbei, wollen sich im Pfarrbrief vorstellen und sind heute beim Pfarrfest von Sankt Ulrich an einem Stand anzutreffen. „Wir wollen präsent und ansprechbar sein“, erklärt Damlos, „und ein offenes Ohr für die Anregungen der Bürger haben.“ Zwei Büros wurden dafür bereits eingerichtet. In der Kindertagesstätte Mikado in der Anton-Fehr-Straße und im Pfarrzentrum Sankt Ulrich am Schumacherring stehen die Türen an abwechselnden Wochentagen offen. Aber auch darüber hinaus sind Erhardt und Damlos per Telefon oder E-Mail erreichbar.

Die Ideen sprudeln aus den beiden Quartiersmanagern nur so heraus. Bald schon wollen sie an Schulen und am Jugendzentrum einen Wettbewerb ausrufen, bei dem ein Logo für Kempten-Ost entwickelt werden soll. Für die Abstimmung stellen sie sich eine Vernissage mit öffentlicher Abstimmung vor.

Ganz oben auf der To-Do-Liste steht auch die Gründung eines Stadtteilbeirats. Dort sollen die Bürger wichtige Themen besprechen können. Die gesammelten Wünsche werden die Quartiersmanager dann in städtischen Gremien vorbringen. Aber auch umgekehrt wollen Erhardt und Damlos städtische Entscheidungen vermitteln. Der Stadtteilbeirat soll auch entscheiden, wo die Gelder des Verfügungsfonds hinfließen. Dieser Topf dient der Finanzierung kleinerer Maßnahmen. Das Jugendzentrum wünsche sich zum Beispiel einen mobilen Basketballkorb. Thema beim geplanten Runden Tisch Wohnen soll unter anderem der Erhalt günstiger Wohnungen oder deren äußere Verschönerung sein. Weitere Ideen sind Nachbarschaftstreffs, eine Homepage, die auch dem Austausch dient, oder Profile auf Facebook oder Instagram.

„Der Begriff ‚Kempten-Ost‘ soll zu einem positiven werden“, das haben sich die beiden jungen Männer vorgenommen. „Unsere Bibel ist die Voruntersuchung, die auch im Internet einsehbar ist“, erklärt Erhardt. 65 Maßnahmen sollen bis in 15 Jahren umgesetzt sein. Meist sind sie mit 60 Prozent gefördert. Auch bauliche Maßnahmen sind geplant: Bis Ende des Jahres soll Sankt Ulrich zu einem Familienzentrum für Jung und Alt ausgebaut sein. Grünflächen sollen Aufenthaltsmöglichkeiten bieten.

Im Quartiersmanagement kooperieren der Caritasverband Kempten-Oberallgäu und das Diakonische Werk/Johannisverein Kempten Allgäu. Jeder der beiden Vereine hat einen der Quartiersmanager eingestellt, und zeigen sich mit der Wahl zufrieden. „Wir wissen, dass uns die Leute nicht schon morgen die Bude einrennen werden“, sagt Erhardt. „Nach den ersten Besuchen in Einrichtungen ist das Feedback bereits sehr gut“, freut er sich.

So erreichen Sie die Quartiersmanager

KiTa Mikado: Mo und Do 9-12 Uhr, Do auch 14-18 Uhr, Pfarrzentrum St. Ulrich: Di 9-12 Uhr, 14-18 Uhr, Mi 9-12 Uhr, Fr 9-12 Uhr, Tel. 0831/51 28 065, E-Mail: jan.damlos@caritas-kempten.de, erhardt@diakonie-kempten.de. 

Susanne Lüderitz

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