Das Radfahren fördern

Damit in Kempten künftig mehr Menschen das Rad nutzen, tritt die Stadt der Arbeitsgemeinschaft „Fahrradfreundliche Kommune – Bayern“ bei. Foto: Archiv

Es trägt zum Klima- und Umweltschutz bei, verursacht keine Lärm- und Schadstoffimmissionen und hat positive Auswirkungen auf die Gesundheit – das Fahrradfahren. In Kempten soll künftig die „Nahmobilität“ (Rad- und Fußverkehr) gefördert werden. Der Verkehrsausschuss beschloss in seiner jüngsten Sitzung daher einstimmig den Beitritt der Stadt in die Arbeitsgemeinschaft „Fahrradfreundliche Kommune – Bayern“.

Unter Federführung der Stadt Erlangen haben sich neben Kempten die Städte Coburg, Garching bei München, München, Neumarkt in der Oberpfalz, Nürnberg, Lauf an der Pegnitz, Landshut und Regensburg sowie die Landkreise Coburg und Kitzingen zu einer Initiative für die Gründung einer Arbeitsgemeinschaft „Fahrradfreundliche Kommunen“ zusammengeschlossen. Die Nahmobilität, insbesondere der Radverkehr, soll in diesen Städten nun zum einen über Infrastrukturmaßnahmen, zum anderen aber auch durch engagierte Kommunikation und gemeinsame Werbekampag-nen gefördert werden. „Die Förderung der Nahmobilität ist wesentliches Element einer erfolgreichen Stadtpolitik für den Klimaschutz, Umweltschutz und die Gesundheitsvorsorge“, betonte Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann. Denkbare Kampagnen zur Förderung des Radverkehrs sind laut Wiedemann beispielsweise ein „Tag des Fahrrads“, „Mit dem Rad zur Arbeit“, „Radfahren und Verkehrssicherheit“ oder ein Infotag. Gestaffelt nach Einwohnerstärke fallen für die Städte Mitgliedsbeiträge für die Arbeitsgemeinschaft an. Für Kempten sind das 3000 Euro pro Jahr. Der Verkehrsausschuss befürwortete den Beitritt Kemptens in die Arbeitsgemeinschaft einstimmig. Voraussetzung dafür ist laut Wiedemann allerdings, dass die Vereinsgründung und die angestrebten Projekte vom Freistaat Bayern gefördert werden. Die Ausschussmitglieder begrüßten den Beitritt einstimmig. Thomas Hartmann (Grüne), selbst fleißiger Radler in Kempten, war jedoch nicht ganz glücklich. „Ob eine Kommune fahrradfreundlich ist oder nicht, entscheidet nicht der Beitritt in eine Arbeitsgemeinschaft oder Prospekte. In Kempten sind seit Jahren Gefahrenstellen da“, kritisierte er. Dem Radverkehr müsse auch mal Priorität eingeräumt werden, damit die Bürger zum Radfahren motiviert werden.

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