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Keine Rampe

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Eine Rampe in die Freudenbergunterführung wird es ebenfalls nicht geben.

Kempten – Weiter im Gespräch bleibt die Freudenbergunterführung. Im Verkehrsausschuss brachte jetzt Grünen-Stadtrat Thomas Hartmann eine flachere Fußgängerrampe runter in die Passage ins Spiel – doch auch diese wird von der Bauverwaltung abgelehnt, wie Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann erläuterte.

Wiedemanns Berechnungen für eine Rampe gehen von einem Neigungswinkel von sechs Grad aus, denn ab dann gelte sie als barrierefrei, sprich auch nutzbar für Rollstuhlfahrer. Eine derart flache Rampe würde aber so enorm lang werden, dass sie bereits in der Mitte der Fischerstraße beginnen müsste – in der Praxis also nicht umsetzbar. 

Hohe Folgekosten 

OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) stellte an dieser Stelle erneut den Nutzen der Fußgängerpassage grundsätzlich in Frage. „Das Bauwerk hat den größten Teil seines Lebens hinter sich“, sagte er. In den nächsten 15 bis 25 Jahren sei daher mit erhebliche Sanierungskosten zu rechnen. Erst kürzlich hatten sich einige Stadträte im Bauausschuss für eine komplette Sperrung und Zuschüttung der Fußgängerunterführung ausgesprochen (der KREISBOTE berichtete). Dennis Rossing, Sanierer und Investor von Illerkauf und Zentralhaus, plant hingegen eine Art „Fressgasse” in der Passage. 

Größer als das Forum 

Stadtrat Josef Leonhard Schmid (CSU) verwies auf die enorme Entwicklung des Bereichs in den vergangenen Jahren. Mittlerweile summiere sich die Verkaufsfläche in der nördlichen Bahnhofstraße auf insgesamt 24 500 Quadratmeter. Das seien mehr als im Forum Allgäu. Daher sollte seiner Meinung nach der zentrale Bereich der Fußgängerzone auch städtebaulich dem wirtschaftlichen Erfolg entsprechen. OB Netzer stimmte Schmid zwar zu, plädierte aber für eine Konzentration auf die Bahnhofstraße anstatt der Fußgänger- passage.

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