Aktionstag gegen Rassismus lockt eine bunte Runde auf den Hildegardplatz

Rassismus ade! Vielfalt olé!

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Eine nicht allzu große, allerdings fröhliche bunte Runde hat auf dem Hildegardplatz öffentlich ein Zeichen für eine vielfältige Gesellschaft gesetzt.

Kempten – Dass Kempten bunt und vielfältig ist, hat sich am Aktionstag gegen Rassismus auf dem Hildegardplatz gezeigt. Freundlich geschätzt waren es 200 Leute, die gut gelaunt und gut bei Stimme für ein friedliches und gleichberechtigtes Zusammenleben demonstriert haben. Die Initiative dafür kam von der AGABY, der Arbeitsgemeinschaft der Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayern, und vom Integrationsbeirat Kempten.

In seiner kurzen Ansprache wies Oberbürgermeister Thomas Kiechle darauf hin, dass in unserer Stadt nicht weniger als 120 verschiedene Nationen vertreten sind. „Die persönlichen Begegnungen sind entscheidend“, um gegenseitiges Verständnis zu fördern, so das, wie andere Teilnehmende, mit bunten Plastikbändern verzierte Stadtoberhaupt. Für seine Aufforderung, mit Courage dagegenzuhalten, wenn Presse-, Kunst- und Meinungsfreiheit bedroht sind, bekam er starken Applaus.

Stadtrat Siegfried Oberdörfer, der als Integrationsbeauftragter dieses sichtbare Zeichen für eine offene Gesellschaft mit organisiert hat, stellte fest, dass auch schutzsuchende Migrantinnen und Migranten nicht vor Rassismus gefeit sind. In den engen Unterkünften komme es deshalb manchmal zu Konflikten. Er informierte auch über den Ursprung des Internationalen Tages gegen Rassismus: Im Jahr 1960 haben in Südafrika Menschen friedlich gegen Rassentrennung und Diskriminierung demonstriert. Die Polizei schritt mit Waffengewalt ein und am Ende gab es 69 Tote. Seit 1966 ist der 21. März von der UNO zum Tag gegen Rassismus bestimmt.

Von den Kerber Brothers mit Gitarre und Saxophon animiert, gab es altbekannte eingängige Lieder zum Mitsingen, so auch die sinnige Mahnung: „All we are saying is, please give peace a chance!“ Ja, dem Frieden eine Chance, das war die einigende Grundstimmung dieser abendlichen Versammlung. 

Elisabeth Brock

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