Realistischere Zahlen

In absehbarer Zeit wird sich die Stadtverwaltung von der Kameralistik, dem Rechnungsstil der öffentlichen Verwaltung, verabschieden und auf ein kaufmännisches Buchführungssystem, die Doppik, umstellen. Das erläuterte Stadtkämmerer Kai Welzig in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Montag vergangener Woche.

Anders als in der Kameralistik zeigt die Doppik den Ressourcenverbrauch durch die periodengerechte Gegenüberstellung von Aufwendungen und Erträgen auf. Des weiteren gliedert sie die Buchführung in Produkte auf (mit Unterprodukten). Das ergibt eine sehr detaillierte Untergliederung. Das doppische Haushaltswesen besteht aus einem Drei-Säulen-Modell mit Finanzhaushalt, Bilanz und Ergebnishaushalt. Gesamtergebnis- und Gesamtfinanzhaushalt treten dabei an die Stelle der kameralen Gliederung in Verwaltungs- und Vermögenshaushalt. Die Bilanz dokumentiert dabei die Veränderung des städtischen Vermögens und dessen Finanzierung durch Eigen- bzw. Fremdkapital. Einstimmiges Veto Da die strategische Vorbereitung laut Welzig nicht normal ausführbar ist, sei ein Übergangszeitraum von rund drei Jahren nötig. Die Schwerpunkte liegen im Umstieg auf eine andere Finanzsoftware und auf der Vermögenserfassung und –bewertung. Dazu gehören Gebäude, Infrastruktur, Grund- und Boden und bewegliche Anlagevermögen. Das Ziel der Vorbereitung ist, dem Stadtrat in der Januarsitzung 2011 ein fundiertes Projekt beschlussreif vorzulegen, so Kämmerer Welzig. Ein Sachbearbeiter gehobenen Dienstes soll damit betraut werden. Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses stimmten diesem Vorschlag jedenfalls einstimmig zu.

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