Geodätischer Referenzpunkt in Kempten eingeweiht

Service für die Bürger

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Gemeinsam mit Landrat Anton Klotz (Mitte) und Kemptens Oberbürgermeister Thomas Kiechle (rechts) enthüllte der Bayerische Finanz- und Umweltminister Dr. Markus Söder den Geodätischen Referenzpunkt am rechten Treppenaufgang zur Basilika St. Lorenz.

Während der Bayerische Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder vormittags noch den Finanzausgleich mit den Ratsvertretern beraten hatte, kam er am vergangenen Donnerstag Nachmittag zur Basilika St. Lorenz, um dort feierlich den Geodätischen Referenzpunkt für das Oberallgäu zu enthüllen.

Die Welt ist von einem unsichtbaren Koordinatensystem überzogen. „Ohne dieses System wäre das moderne Leben in der High-Tech-Gesellschaft gar nicht möglich. Mehr als 50 Navigationssatelliten umkreisen ständig die Erde. Die Bayerische Vermessungsverwaltung will allen Bürgerinnen und Bürgern in Zukunft kostenlos ermöglichen, die Genauigkeit ihres GPS-Empfängers vor Ort zu überprüfen. Im Landkreis Oberallgäu steht jetzt ein Geodätischer Referenzpunkt zur Verfügung“, freute sich Dr. Markus Söder bei der feierlichen Enthüllung am Treppenaufgang zur Basilika. Gemeinsam mit dem Landrat des Landkreises Oberallgäu, Anton Klotz, und Kemptens Oberbürgermeister Thomas Kiechle zückte er kurzerhand sein Smartphone, um die korrekte Position zu überprüfen. 

32. Referenzpunkt in Bayern 

Söder, der sich während der kleinen Feierstunde als bekennender Allgäu-Fan outete, kündigte an, dass jeder Bayerische Landkreis bis Ende nächsten Jahres mindestens einen öffentlichen Geodätischen Referenzpunkt erhält. In Kempten wurde bereits der 32. Referenzpunkt eingerichtet. Dieser stellt die Verbindung zwischen dem weltweiten Koordinatensystem und einem Punkt auf der Erdoberfläche her. Der Platz für den Referenzpunkt in Kempten ist ideal gewählt. Er liegt inmittden der „heimlichen Hauptstadt des Allgäus“. Mit den Touristen und Besuchern in Kemptens Zentrum ist der Stiftsplatz gut frequentiert und zentral erreich- bar. Die unmittelbare Nähe des Referenzpunktes zur Basilika, zum Hofgarten und zur Fürstäbtlichen Residenz vermittelt die Verbindung zwischen Historie und moderner Technik. „Früher hatten wir riesige Wanderkarten. Jetzt kann jeder nebenbei sein GPS-Gerät ohne großen Aufwand ganz einfach „im Vorbeigehen“ überprüfen“, freute sich Söder. 

Die Koordinaten des Kemptener Referenzpunkts für den Landkreis Oberallgäu sind: 47 Grad, 43,7048` nördliche Breite 10 Grad, 18,6514` östliche Länge, 672,4 Meter über Normalnull. 

Die Daten werden überwiegend von Anwendern von GPS-Empfängern und Smartphones beruflich oder in der Freizeit genutzt. Wanderer, Auto- oder Fahrradfahrer nutzen GPS-Geräte als Navigationshilfe. Ein Erlebnis für die ganze Familie ist eine elektronische Schnitzeljagd, die auch in Kempten für eine Riesengaudi sorgen wür-de. In Deutschland sind mehr als 100.000 aktive Geocacher unterwegs, die in ihrer Frei- zeit fast 300.000 versteckte Schätze – die „Geocaches“– aufspüren.  Sabine Meier

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