Es reicht nicht ganz

850 Teilnehmer gaben einmal mehr ihr Bestes beim Internationalen Krokoyama-Cup, der traditionell in Koblenz stattfand. Wie jedes Jahr waren auch die Duracher Karatekas wieder mit von der Partie.

Als erstes standen die Kata Disziplinen auf dem Programm (Scheinkampf). Dabei kommt es darauf an, dass der Athlet die Kata stark, dynamisch, in einem guten Rhythmus, gutem Stand, präzise Techniken und guter Ausstrahlung vorträgt. Einer dieser begnadeten Jungen ist Laurenz Berner, 14 Jahre alt. Er hatte ein starkes Teilnehmerfeld zu besiegen, was ihm mit sechs Katas auch bravourös gelang. Zunächst besiegte Berner den Schweitzer Deletroz mit Enpi, dann Welt aus Karlsruhe (Jion), und schließlich musste sich Karohs aus Brandenburg geschlagen geben (Kanku-Dai). Auch um den Poolsieg gegen Schmidt vom Rheinland-Pfälzischen Karate Verband konnte Berner den Sieg für sich mit der Kata (Kanku-Sho) verbuchen. Da es vier Pools gab, musste Berner jetzt um den Gesamt-Poolsieg und den Einzug ins Finale gegen Becker vom TuS St. Arnold kämpfen. Die fünf Kampfrichter waren geteilter Meinung, da die Athleten eine gute Vorstellung gaben. Berner, der die Kata (Goshoshihosho) demonstrierte, bekam eine Flagge mehr und damit den Sieg zugesprochen. Der Beifall wurde etwas gebremst, als die Duracher den zweiten Finalisten von den anderen Pools sahen. Daniele Nurra hieß dieser und kam aus NRW – einen Kopf größer und doppelt so breit wie Berner. Der Allgäuer zeigte trotzdem eine gute (Sochin), kam aber gegen die Stärke des Gegners nicht an und freute sich am Schluss über den Silbernen Pokal. Für die Sulzbergerin Annalena Steidle, 15 Jahre, die ebenfalls für den Karate Verein Durach/Weidach startet und auch von Manfred Krusch trainiert wird, lief es in der Kata Disziplin nicht so gut: Sie musste sich bereits im dritten Kampf geschlagen geben. Aber Steidle ist vielseitig veranlagt. In der Disziplin Kumite plus 54 Kg. zeigt sie ihr Talent und erkämpfte sich nach harten Kämpfen die Bronzemedaille. Sie siegte mit 3:2 gegen Fierke aus Hattingen, 3:2 gegen Estelle aus Unity (NED) und 4:0 gegen Yildrim vom Deutschen Karate Verband. Nach dieser hervorragenden Leistungen war Steidle Poolsiegerin. Da es aber vier Pools waren, musste sie noch gegen die andere Poolsiegerin Michelle Kunst aus den Niederlanden um den Einzug ins Finale antreten. Allerdings musste sie sich jetzt mit einer knappen Niederlage abfinden, konnte sich aber am Schuss doch noch über den dritten Platz freuen. Ebenso ihr Trainer Manfred Krusch, der mit den Leistungen seiner Schützlinge sehr zufrieden war. „Immerhin ist das eine hochrangige Internationale Meisterschaft und wenn man hier unter die besten Drei kommt, dann ist das schon ein sehr gutes Ergebnis“, sagte er.

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