"Requiem for the living"

Mozart pur! zeigt zeitgenössisches Stück

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Mozart Pur! unter der Leitung von David Wiesner

Kempten – Das Ensemble „Mozart Pur!“ zeigte in St. Anton unter der Leitung des Chordirektors David Wiesner das Werk „Requiem for the living“, eine Komposition des US-Amerikaners Dan Forrest. Die Komposition war in der seltenen, erweiterten Kammerorchesterfassung zu hören, zum ersten Mal in Süddeutschland.

Das Wort „Requiem“ bedeutet ursprünglich Ruhe und wird im Zusammenhang des Totengedenkens verwendet. Dan Forrest wollte aber mit seinem kirchenmusikalischen Werk um Trost und Ruhe für alle Menschen bitten, die Schmerz und Verlust erfahren haben. Das aus fünf Sätzen bestehende Requiem erzählt von „den Lebenden und von ihrem eigenen Kampf mit Schmerz und Sorgen – wie auch der Verstorbenen“, so schreibt er. 

Der 1978 in Elmira, New York geborene Forrest komponiert Chor- und Instrumentalmusik, Orchester- und Blasorchestermusik, sein Musikstil ist vielfältig, von der konzertanten bis hin zur geistlichen Musik. Seine Werke werden weltweit in den bekannten Konzerthäusern, wie zum Beispiel der Carnegie Hall, aufgeführt. Mit mehreren hundert Aufführungen ist „Requiem for the living“, sein vielleicht bekanntestes Stück. 

Musikalisch eingestimmt wurden die Besucher mit „Pater Noster“ , dem lateinischen Vater Unser, komponiert im Jahr 1995 durch den 1946 geborenen lettischen Komponisten Peteris Vasks und mit dem „Ave verum corpus“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Danach wurde „Pie Jesu“ aus dem Requiem“, eine Komposition des weltberühmten Musical- Komponisten Andrew Lloyd Webber, als zartes Duett zweier Frauenstimmen gesungen. Das Requiem schrieb er 1984 als Totenmesse im Gedenken an seinen 1982 verstorbenen Vater, den Komponisten William Lloyd Webber. 

„Requiem for the living“ ist geprägt von einem Wechselspiel zwischen Instrumental- und Gesangsabschnitten. Die Sopranistin Andrea Jörg und die Altistin Christine Hauber verzauberten die Zuhörer mit ausdrucksvoller, berührender Stimme und hoher Gesangskunst. Die Sängerinnen und Sänger verstanden es, das Publikum mit kraftvollem Gesang zu begeistern. Begleitetet wurde der Chor durch die wundervollen Klänge der Orgel, dem zentralen Instrument der Vorstellung, so David Wiesner, gespielt von der Organistin Merit Eichhorn. Das Stück ergänzt die Harfe, gespielt von Simone-Patricia Häusler, die Flöte von Susanne Eyhorn und die Oboe von Monika Wunder. Außerdem verstärkten Streichinstrumente wie Violine, Cello und Kontrabass die berührende Emotionalität des Konzertes. Sebastian Kern und Bernhard Renz an Pauken und Schlagwerk rundeten durch ihren stimmigen, kraftvollen Einsatz das Konzert ab. 

David Wiesner gab dem Stück eine persönliche Note durch seine eigene Interpretation und vermittelte seinen Musikern die Form und den Inhalt des Werkes so individuell und transparent, dass daraus eine wunderbar stimmige und musikalisch eindrucksvolle Vorstellung entstand. Er verstand es mit gleichzeitig dynamischen Hand- und Taktstockbewegungen sein Orchester so anzuleiten, dass die Darbietung das Publikum emotional berührte und verzauberte.

Christine Reder

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