Freiwillige Feuerwehr Isny probt den Ernstfall

Großübung im Stephanuswerk

+
Am Einsatzort am Gebäude 58 des Stephanuswerks erfolgte die Rettung mit Hilfe der Drehleiter über die Dachterrasse.

Isny – Das ganze Stephanuswerk Isny war zum Übungsbereich für die Freiwillige Feuerwehr geworden.

Die Alarm- und Ausrückordnung hat bei sensiblen Bereichen wie Behindertenwohnheimen, Krankenhäusern und Senioreneinrichtungen eine feste Gliederung vorgesehen und die Leitstelle Oberschwaben in Ravensburg hat den Alarmierungsplan vorliegen. In diesem angenommenen Notfall waren rund 20 Fahrzeuge der Feuerwehren Isny, Beuren, Rohrdorf und Leutkirch, des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), der Bergwacht und der Polizei im Einsatz. Annähernd 140 Einsatzkräfte wurden über den Einsatzleitwagen koordiniert und reibungslos an ihre Einsatzorte dirigiert. 

Einsatzort 1: Im Gebäude 66, einem Wohnheim für Behinderte, war im dritten Obergeschoss ein Feuer ausgebrochen. Hier waren die Wehren Isny und Beuren aktiv. Mit der Magirus-Drehleiter wurde von oben Zugang verschafft und das oberste Gebot in die Tat umgesetzt: Menschenrettung vor Brandbekämpfung! Die nicht besonders mobilen Bewohner wurden über den Transportkorb heraus geholt und in Sicherheit gebracht. Deutlich zeigte es sich, dass die monatelange Vorbereitung der Bewohner erfolgreich war. Panik konnte vermieden werden, die Zusammenarbeit funktionierte hervorragend und Kreisbrandmeister Oliver Surbeck konnte entspannt die Übungsabläufe beobachten. 

Einsatzort 2: Im vierten Stock von Gebäude 58 war ein Zimmerbrand die Ursache für die starke Verqualmung. Vor allem die Feuerwehr Leutkirch kümmerte sich mit Hilfe von einigen Isnyern Brandbekämpfern um das „Feuer“ und auch hier war eine Drehleiter aus Leutkirch im Einsatz. Die Retter evakuierten die Bewohner über die breite Dachterrasse und die Leiter und bekämpfte den „Brand“ mit Schlauchlegungen über das Treppenhaus, kontrollierte die Räume vor allem auf der Suche nach eventuellen Verletzten und hatte die Situation bald gut im Griff. 

Einsatzort 3:Hier war angenommen worden, dass im Werkstattgebäude eine Gasflasche explodiert ist und die dort beschäftigten Behinderten und sonstiges Werkstattpersonal mussten in Sicherheit gebracht und erstversorgt werden. Die Feuerwehren Isny und Rohrdorf, DRK und Bergwacht waren im Einsatz und die nahe Turnhalle wurde zum Sanitätsbereich. Kommandant Markus Güttinger war der Einsatzleiter der gesamten Übung und sein Team am Einsatzleitwagen und den drei Aktionsfeldern war ruhig und kompetent tätig. Nach Ende der Übung war ein gemeinsames Vesper angesagt. „Opfer“ und „Retter“ konnten bei einem kräftigen zweiten Frühstück ihre Erfahrungen austauschen. Markus Güttinger dankte dem Team vom Stephanuswerk für die gute Zusammenarbeit und zeigte sich mit dem Übungsablauf zufrieden. Stephanuswerk-Direktor Rolf Jehle schloss sich mit seinem Dank an und Kreisbrandmeister Oliver Surbeck sprach ebenfalls von einer gelungenen Übung im Stephanuswerk.

Manfred Schubert

Meistgelesen

Babys der Woche im Klinikum Kempten
Babys der Woche im Klinikum Kempten
Schüsse im Wald führen zu Großeinsatz der Polizei
Schüsse im Wald führen zu Großeinsatz der Polizei
Der älteste Kemptener feiert 105. Geburtstag
Der älteste Kemptener feiert 105. Geburtstag
Demokratie unter Beschuss
Demokratie unter Beschuss

Kommentare