Die richtige Mischung macht`s

Der Architektenwettbewerb zur Umgestaltung des Brauhaus-Geländes ist entschieden: Einstimmig sprach sich eine Fachjury Dienstag vergangener Woche für den Entwurf des Münchner Büros „Dressler, Mayerhofer Architekten“ aus. Eine Entscheidung, die auch der Projektentwickler Hannes Geierhos, Geschäftsführer der Recommerz, begrüßte.

Aus den fünf eingereichten Entwürfen biete der mit dem ersten Preis gekürte „die Flexibilität, die wir als Investor brauchen“, erklärte er dem KREISBOTE im Anschluss an die Auslobung. So könne die Bebauung des für Wohnen, Büro, Dienstleistung, Hotelerie, Gastronomie und Entertainment konzipierten Quartiers in zeitlich voneinander unabhängigen Etappen vorgenommen werden. „Der Vorstand des Brauhauses steht voll hinter dem Projekt und macht keinen zeitlichen Druck“, hob Geierhos in diesem Zusammenhang die gute Zusammenarbeit der beiden Geschäftspartner hervor. „Bisherige Planungen werden dem Siegerentwurf angepasst“, erklärte er zum Ablauf, und die Verhandlungen mit Mietern aktiviert. Abgesehen von der Fasshalle „ist noch völlig offen“, wie die genaue Planung am Ende aussehe. Die denkmalgeschützte Fasshalle, als einziges der Abrissbirne nicht zum Opfer fallendes Gebäude, soll durch einen „möglicherweise gläsernen“ Foyeranbau nach Süden abgeschlossen werden. Dort werde, so Geierhos, unter anderem eine Schaukäserei eingerichtet, zumal sich der ehemalige Brauereikeller bestens zur Käselagerung eigne. Außerdem wolle sich das Brauhaus mit einem Gastronomiekonzept und Biergarten ansiedeln. Für eine deutliche Verbesserung der Parkplatzsituation soll ein Parkhaus an der Rückseite des SinnLeffers Gebäudes mit 700 bis 800 oberirdischen und unterirdischen Stellplätzen sorgen. Das Parkhaus soll zudem eine „direkter Anbindung“ an die Einkaufsmeile bekommen. Man könne dann „trockenen Fußes vom Parken in die Fußgängerzone gelangen“, freute sich Geierhos über das gemeinsame Entwicklungskonzept mit der Rosco-Unternehmensgruppe, Eigentümer von Zentralhaus und Illerkauf. „Einen zweistelligen Millionenbetrag“ will Geierhos in das circa 15 000 Quadratmeter große Brauhausgelände investieren. Sobald ein Stadtratsbeschluss vorliegt, will er „die laufenden Planungen intensivieren“ und Mieter akquirieren. Trotz der einstimmigen Empfehlung des Entwurfes „als Grundlage zur weiteren städtebaulichen Entwicklung des Allgäuer Brauhausgeländes“ wurden einige Details zur Überarbeitung beanstandet: Grundsätzlich füge sich die Höhe und Größe der Baukörper zwar gut in die bestehende Stadtstruktur ein. Aber bei dem in der Beethovenstraße angedachten fünfgeschossigen Gebäude werde die vorgegebene Traufhöhe überschritten. Kritisiert wurde weiters die Hofsituation vor dem Zentralhaus und seitens des Investors wurde die Dreigeschossigkeit der Tiefgarage „nicht akzeptiert“. Wie Baureferentin Monika Beltinger mitteilte, werde das Thema im Bauausschuss am 4. März behandelt. Anschließend werde es eine Ausstellung mit den eingereichten Entwürfen im Foyer des Rathauses geben.

Auch interessant

Meistgelesen

Bauchtanz, Ballett und Bastelei
Bauchtanz, Ballett und Bastelei
Babys der Woche im Klinikum Kempten
Babys der Woche im Klinikum Kempten
Mit dem Kreisboten die besten Sommerferien aller Zeiten erleben
Mit dem Kreisboten die besten Sommerferien aller Zeiten erleben
Schüler zeigen Einsatz
Schüler zeigen Einsatz

Kommentare