Muss der Sportplatz weg?

Landen statt kicken?

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Wegen Christoph 17 vor dem Aus? Der Bundeswehrsportplatz in der Dieselstraße.

Kempten – Nach der ersten Aufregung war es im Sommer ruhig um den geplanten neuen Landeplatz für den Rettungshubschrauber Christoph 17 in der Riederau geworden.

Doch nun drohen den Verantwortlichen neue Diskussionen: Wie die Stadträte im Haupt- und Finanzausschuss am Montagabend eher beiläufig erfuhren, wird der Bundeswehrsportplatz unter Umständen der neuen Luftrettungsstation weichen müssen.

Wie häufiger während der Haushaltsberatungen wunderte sich Stadtrat Helmut Hitscherich (UB/ödp) über einen unklaren Posten. Diesmal waren es die eine Million Euro, die in den kommenden Jahren in Ausbau und Sanierung des Sportplatzes am Seggersbogen fließen sollen. Warum das, wollte Hitscherich wissen, schließlich stehe in wenigen Jahren doch der bestens präparierte Bundeswehrsportplatz mit Umkleidekabinen in der Dieselstraße zur Verfügung. OB Dr. Ulrich Netzers (CSU) Antwort sorgte für Erstaunen: Möglicherweise werde der Platz in den Bau der neuen Luftrettungsstation einbezogen. „Man wird größere Teile des Sportplatzes für den Landeplatz brauchen”, erklärte der OB. Ein sinnvoller Sportbetrieb sei dann nicht mehr möglich.

Wolfgang Klaus, Leiter des zuständigen Referats III und Geschäftsführer des Rettungszweckverbandes, versuchte die Gemüter zu beruhigen. Die Planungen seien noch nicht so konkret, dass schon verbindliche Aussagen über die Zukunft des Sportplatzes gemacht werden könnten. „Die Planungen sind noch nicht abgeschlossen“, betonte er.

Helmut Hitscherich war trotzdem sauer: „Das ist eine ganz andere Geschäftsgrundlage”, wetterte er. Hätte er das im Frühjahr gewusst, hätte er nicht für den Neubau gestimmt.   Matthias Matz

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