Rotarier fördern "Freunde"

Rotary-Präsident Erich Denk (links), der „Projektpate“ des Clubs, Karlheinz Gärtner (rechts), links neben ihm Tina Hartmann von der Caritas. In der Mitte ist Kindergartenleiterin Barbara Holzbrecher zu sehen. Foto: König

„Wir freuen uns, das Projekt ‘Freunde’ heuer mit 3000 Euro unterstützen zu können“, betonte Rotary-Präsident Erich Denk, „und in den nächsten beiden Jahren wird jeweils dieselbe Summe folgen.“ Möglich machte diese Spende unter anderem das gut besuchte Konzert im Stadttheater. Und dass dieses Geld gut angelegt ist, konnten die Rotarier bei einem Besuch im integrativen Kindergarten „Schwalbennest“ im Thingers sehen.

Überrascht – und sichtlich erfreut – zeigten sich Präsident Erich Denk und der „rotarische Pate“ des Projekts, Karlheinz Gärtner, bereits von der Begrüßung durch die Kinder. Das freundliche „Hallo“ ließ das gute „Klima“ erkennen, dass hier zwischen behinderten und nichtbehinderten Kindern, zwischen Kindern mit deutscher und nichtdeutscher Muttersprache herrscht, die diesen Kindergarten im Verhältnis Zweidrittel zu Eindrittel besuchen. Die Leiterin, Barbara Holzbrecher, und Dipl. Sozialpädagogin Tina Hartmann von der Caritas, die als „Vermittlerin“ zwischen dem Rotary-Club und den Kindergärten tätig war, konnten dem Club von inzwischen sechs Kindergärten berichten, die sich diesem Projekt angeschlossen haben. „Freunde“, so Tina Hartmann, „möchte unter anderem auf die Förderung der Lebenskompetenz hinwirken, wesentliche Entwicklungsschritte der Kinder begleiten und Themen der Suchtprävention ebenso aufgreifen wie die die Konfliktbewältigung.“ Zentral sei in jedem Fall die konkrete Anwendung dieser Themen im Alltag der Einrichtung, so Hartmann weiter. Um die Erzieherinnen auf diese Themen und deren Verwirklichung vorzubereiten, hat sich das ganze Team freiwillig fortgebildet. Die Finanzierung der Teamschulung wurde erst durch die Spende des Rotary-Clubs Kempten möglich. „Ganz wichtig“, so die Leitern des Kindergartens, Barbara Holzbrecher, „ist uns aber auch die Zusammenarbeit mit den Eltern. Wie freuen uns, dass die meisten Eltern bei diesem Projekt bereitwilligst mitarbeiten, die Deutschen sowie die osteuropäischen Eltern auch.“ Bei einem Rundgang durch den Kindergarten zeigte die Leiterin die funktionell bestens eingerichteten Räume und immer wieder waren es die Kinder, die beim Spielen oder Brotzeitmachen, beim Turnen oder Basteln den Kontakt suchten. Ein kleiner Dreijähriger zeigte sogar seine Schlafkoje. Die Kinder – sowohl die Kinder der Kinderkrippe als auch des Kindergartens – essen nämlich im „Schwalbennest“ gemeinsam zu Mittag (das Haus hat eine eigene Küche) und ruhen sich dann etwas aus, bevor sie nach dem „Nachmittagsprogramm“ wieder nach Hause gehen. „Die meisten hier bei uns sind aus dem Thingers, einige aus dem übrigen Stadtgebiet und einige – vor allem behinderte Kinder – kommen mit dem Bus der benachbarten Astrid-Lindgren-Schule aus dem gesamten Landkreis.“ „Für so etwas spenden wir gerne“, so Rotarypräsident Erich Denk. „Hoffen wir, dass sich viele Kindergärten in Stadt und Land diesem Projekt anschließen.“ Mit dabei sind bisher – außer dem Schwalbennest – die „Kotterner Flohkiste“ in St. Mang, Kita St. Afra in Betzigau, „Villa Kunterbunt“ in der Eich, Kita St. Maria Frauenzell und der Kindergarten St. Magnus in Buchenberg. Weitere interessierte Einrichtungen können sich an Tina Hartmann unter der Telefonnummer 0831/96 08 80 18 oder der E-mail-Adresse tina.hartmann@caritas-kempten.de wenden.

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