Ein großer Scheck

Rotary Club Kempten-Residenz spendet 20.000 Euro für Hospizneubau

+
Im Rahmen eines besonderen Clubabends übergaben einige Mitglieder des Rotary Club Kempten-Residenz einen symbolischen Scheck an Josef Mayr (1. Reihe, ganz links). „Ich glaube, das ist die höchste Einzelspende, die wir je getätigt haben“, so Rotary-Präsident Herbert Singer (1. Reihe, 3.v.li.).

Kempten – Wenn viele Menschen einen kleinen Beitrag leisten, kann Großes entstehen. Das bewiesen einmal mehr die Service-Clubs der Region Allgäu, als sie sich im Jahr 2014/2015 dazu entschieden, für den Neubau des AllgäuHospiz die Zimmereinrichtungen der 16 neuen Gästezimmer zu finanzieren. In der vergangenen Woche konnte der Rotary Club Kempten-Residenz nun einen Scheck in Höhe von 20.000 Euro an den Vorsitzenden des Hospizvereins Kempten-Oberallgäu e.V. Kemptens drittem Bürgermeister Josef Mayr, übergeben.

Es tut sich sichtbar was in Sachen Neubau des AllgäuHospiz. Derzeit erfolgt der Abbruch des bisherigen Gebäudes an der Ecke Madlener und Memminger Straße, in dem das AllgäuHospiz mit seinen acht Gästezimmern 15 Jahre lang beheimatet war. Baubeginn für den Neubau mit 16 Gästezimmern, zeitgemäßen Pflegeeinrichtungen und Atriumgärten ist im Mai 2018.

Im Rahmen eines besonderen Clubabends der Rotarier, der ganz dem Thema Hospizarbeit gewidmet war, umriss deren amtierender Präsident, Herbert Singer (Geschäftsführer der Sozialbau Kempten), kurz die Projektentwicklung des Hospizneubaus. „Dieser wird von der Sozialbau realisiert, welche die Baubetreuung innehat. Bauherr und sofortiger Eigentümer nach dem Ende der Maßnahmen ist der Hospizverein“, so Singer. „Das Gesamtprojekt ist mit 6,5 Mio. Euro berechnet. 2,5 Mio. Euro werden durch Zuschüsse gedeckt. Der Rest ist Spendenbedarf“, erklärte er. Als Beitrag, um diesen Bedarf zu decken, überreichte er einen symbolischen Scheck in Höhe von 20.000 Euro an Josef Mayr. Die Summe wurde von den derzeit 52 aktiven Mitgliedern des Rotary Clubs Kempten-Residenz mit großem persönlichem Engagement eingeworben und selbst konzertiert gespendet.

Josef Mayr nahm die Spende „mit einem Rucksack voller Dankeschön“ entgegen, wie er sagte. „Unser Spendenziel waren vier Millionen Euro. Als wir das bekanntgaben, hat jeder gesagt: ‚Ihr seid ja verrückt, das schafft Ihr nie!‘“, erinnerte er sich. „Mittlerweile sind wir bei zirka 3,6 Mio. Die Hürde ist hoch, aber wir wollen unser Ziel Ende 2019 erreicht haben.“ Die Kemptener Service-Clubs seien dabei eine enorme Hilfe und Unterstützung. Sie hätten mit vielen Veranstaltungen dazu beigetragen, dass eine breite Bevölkerung auf das wichtige Thema aufmerksam geworden sei und hätten viele Spenden generiert.

 „Für uns war es außerdem von Anfang an ein Riesenglück, dass wir Herrn Singer und Herrn Walter von f64 (dem Kemptener Architekturbüro obliegt die städtebauliche sowie die Objektplanung, Anm.d.Red.) zur Seite hatten, denn sie behandeln das Projekt wie ihren eigenen Hausbau und versuchen das Bestmögliche daraus zu machen“, lobte er. Besonders bedankte er sich auch für das Engagement der Jugendorganisation von Rotary, den Rotaractern, die bei den Malerarbeiten für die Interimsräume des Hospizvereins im Margaretha- und Josefinen-Stift tatkräftig Hand anlegten und obendrein 500 Euro spendeten. „Wichtig ist jetzt, dass wir starten“, betonte Josef Mayr. „Die Leute wollen jetzt die Bagger und Kräne sehen.“ Die Fertigstellung des neuen AllgäuHospiz soll bis Ende 2019 erfolgen.

Sabine Stodal

Auch interessant

Meistgelesen

AWO Hort "Einstein" und Grundschule an der Sutt spielen bei den Schultheatertagen für Respekt und Freiheit
AWO Hort "Einstein" und Grundschule an der Sutt spielen bei den Schultheatertagen für Respekt und Freiheit
Im Stall und auf dem Feld
Im Stall und auf dem Feld
Mann stürzt von Leiter und stirbt
Mann stürzt von Leiter und stirbt
Ist Ihr Kind fit für das neue Schuljahr?
Ist Ihr Kind fit für das neue Schuljahr?

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.