Rückblick auf ein turbulentes Jahr

Bürgermeister Rainer Magenreuter. Foto: Stadt Isny

Der Dezember ist schon immer der Monat, in dem man auf das vergangene Jahr zurückblicken kann und langsam einen Schlussstrich unter das Jahr ziehen kann. Isnys Bürgermeister Rainer Magenreuter sprach vergangene Woche mit dem KREISBOTEN und ließ das Jahr 2010 Revue passieren.

Herr Magenreuter, was ist aus Ihrer Sicht als positives Ereignis für dieses Jahr zu bewerten? Magenreuter: „Egal wie ich zurück blicke, das beherrschende Thema 2010 ist das Isnyer Krankenhaus gewesen. Positiv zu bewerten ist: Das Krankenhaus wurde nicht geschlossen. Desweiteren hat das ‘Neue Stadttor Isny’ seit seiner Vorstellung im Juni positive Ausstrahlung weit über unsere Region hinaus. Wir sind aber noch lange nicht beim Baubeginn, aber das war auch nicht zu erwarten. Wir brauchen für die Vorbereitung die angesetzten zwei Jahre ganz sicher zur Klärung aller Finanzierungsmöglichkeiten außerhalb des städtischen Haushalts.“ Konnte die Stadt bei seinen vorbereitenden Maßnahmen für die „Altstadt Süd“ irgendetwas abschließen? Magenreuter: „Noch keine Baumaßnahmen, aber über den erworbenen Grundbesitz ist für Planungssicherheit gesorgt, da nun fast alle dafür notwendigen Grundstücksflächen in städtischem Besitz sind. So dass wir in die Sanierung bald einsteigen können.“ Hat die OSK in Gesprächen mit der Stadt und den niedergelassenen Ärzten für das Isnyer Krankenhaus einen Durchbruch erzielen können? Magenreuter: „Es sind derzeit keine konkreten Ergebnisse in Aussicht, denn die Gespräche sind sehr schwierig. Jetzt gibt es aktuell einen Wechsel in der Geschäftsführung, hier muss man die neue Besetzung abwarten. Klar ist, dass die Stadt Isny bereit ist, sich für das Krankenhaus intensiv einzubringen.“ Und wie ist die Finanzsituation vor der Verabschiedung des Etats 2011? Magenreuter: „Ganz klar: wir sind nicht auf Rosen gebettet, wir müssen und werden weiter sparen, aber wir können unsere Projekte guten Gewissens weiter führen. 2010 war ein absoluter Sparhaushalt, es geht wieder aufwärts, aber wir müssen weiter die finanzielle Situation im Auge behalten.“ Wie viele Stunden arbeitet ein Bürgermeister eigentlich in der Woche und was sagen Frau und Kinder dazu? Magenreuter: „40 bis 70 Stunden werden es schon sein. Die letzten Wochen waren schon heftig. Den Weihnachtsmarkt hätte ich gerne selber eröffnet, aber da war Ausschusssitzung des Kreistags. Wir freuen uns alle auf die Weihnachtsfeiertage, da wird es deutlich ruhiger.“ Wie geht es Ihnen und Ihrer Familie im neuen Haus? Magenreuter: „Erst einmal toll und wir fühlen uns darin sehr wohl. Ins Rathaus ist es etwas weiter, aber ich fahre nach Möglichkeit gerne mit dem Rad, auch bei niedrigern Temperaturen.“ Zurück zur Stadt. Gibt es im Rathaus Veränderungen die man hier erwähnen sollte? Magenreuter: Oswald Längst, Hauptamtsleiter und Geschäftsführer der Isny Marketing GmbH, geht nach über drei Jahrzehnten im Dienst der Stadt Isny in den Ruhestand und Klaus Hägele wird sein Nachfolger. Er wird manches anders machen, aber das liegt auch in seiner Persönlichkeit begründet. Im Bauamt gibt es ebenfalls Veränderungen. Herr Hummel hat die Nachfolge von Herrn Daumann angetreten.“ Wie würden Sie das vergangene Jahr zusammenfassen? Magenreuter: „In Isny war sehr viel los im vergangenen Jahr und auch 2011 wird es spannend bleiben. Isny ist und bleibt eine tolle Stadt mit historischem Flair und guten Zukunftsaussichten. Es lohnt sich, in dieser Stadt zu wohnen, zu arbeiten oder sie zu besuchen. Sport, Kultur und Gesundheitsangebote können in Isny perfekt genossen werden.“ Haben Sie besondere Wünsche? „Für 2011 wünsche ich mir neben vielem anderen: 1. Dass unser Krankenhaus auf eine solide Basis gestellt wird und das Vertrauen in die dortigen Möglichkeiten wieder vermehrt wird. 2. Dass die Stadtsanierung entscheidend voran kommt und wir die Ziele, die wir mit diesem Projekt verfolgen, zusammen fassen können. 3. Dass wir im Schulzentrum weitere Engpässe verbessern können. 4. Dass unser Projekt ‘Neues Stadttor’ vorankommt, wir in Sachen Finanzierung Fortschritte machen und die Bevölkerung weiter mit seiner Begeisterung dafür bleibt.“

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