Partnerstädte-Verein will Ullrich Kremser als Beauftragten behalten

Ein Freundeskreis für Kremser

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FDP-Stadtrat Ullrich Kremser ist derzeit noch Beauftragter für die Partnerstädte. Am Donnerstag will ihn die CSU aber abwählen. Dem Freundeskreis der Partnerstädte schmeckt das jedoch gar nicht – er spricht sich für Kremser aus.

Kempten – Geht es nach der CSU, ist Ullrich Kremser (FDP) die längste Zeit Beauftragter für die Partnerstädte gewesen. Sie will den Liberalen in der konstituierenden Sitzung des Stadtrats durch Stephan Prause ersetzen. Doch Kremser bekommt Unterstützung vom Freundschaftskreis der Partnerstädte.

Nachdem der Kreisbote berichtete, dass die CSU in der konstituierenden Sitzung des neuen Stadtrats am kommenden Donnerstag, 8. Mai, den bisherigen langjährigen Beauftragten für die Partnerstädte, Ullrich Kremser, durch einen eigenen Stadtrat ersetzen will, herrscht beim Freundschaftskreis der Partnerstädte Kemptens helle Aufregung. 

Vor allem bei der Vorsitzenden Petra Le Meledo-Heinzelmann stößt das Vorhaben der CSU-Oberen auf Unverständnis. „Wir würden es sehr bedauern, wenn man Ullrich Kremser den Posten wegnimmt“, sagte sie gegenüber dem Kreisboten. Insbesondere mit seinem unermüdlichen Einsatz als Beauftragter habe sich Kremser viele Freunde im Verein gemacht. 

Denn mit ein- bis zwei mal im Jahr nach Sopron oder Quiberon zu fahren und es sich dort gut gehen zu lassen, sei die Arbeit des Partnerstädte-Beauftragten bei weitem nicht getan. Im Gegenteil: Das Amt des Beauftragten sei mit einem hohen persönlichen Einsatz verbunden. „Er macht sehr viel über das normale Maß hinaus“, lobt Le Meledo-Heinzelmann daher den FDP-Stadtrat. „Und er macht sehr viel im Hintergrund.“ 

Außerdem sei Kremser bestens vernetzt, sei ein guter Organisator und verfüge über einen großen Erfahrungsschatz. Zwar habe der Verein auch kein Problem damit, künftig mit einem anderen Beauftragten zusammen zu arbeiten, dennoch ist Kremser nach wie vor der Favorit des Freundeskreises. „Wir würden es sehr begrüßen, wenn Ulli Kremser die Arbeit weiter machen würde“, betonte Vorsitzende Le Meledo-Heinzelmann im Gespräch mit unserer Zeitung. 

Über die Hintergründe des CSU-Vorstoßes zur Abwahl Kremsers wird unterdessen eifrig spekuliert. Während CSU-Fraktionschef Erwin Hagenmaier am Mittwoch bis Redaktionsschluss für eine Stellungnahme nicht erreichbar war, munkelt man in Stadtratskreisen, Kremsers geplante Abwahl habe möglicherweise etwas mit dem diesjährigen Aschermittwochsauftritt der Kemptener Liberalen zu tun. Kurz vor der Kommunalwahl hatte die FDP Hagenmaier als Puppenspieler des damaligen OB-Kandidaten Thomas Kiechle dargestellt – was bei der CSU gar nicht gut angekommen sein soll. 

Andere sagen, Hagenmaier wolle einen Jüngeren auf den Beauftragten-Posten hieven.

Matthias Matz

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