"Rund um die Bildung"

„Rund um die Bildung“ war das Thema des ersten Unternehmerstammtisches 2010 vergangene Woche in der nta. Der Stammtisch, der von Isny-Aktiv veranstaltet wird, findet jeweils am ersten Dienstag jedes Monats statt. In diesem Jahr werden stets Themen „Rund um ...“ behandelt. Nicht nur wegen der Naturwissenschaftlich Technischen Akademie, die Professor Gerald Grübler den Gästen vorstellte, sondern auch, weil das Thema Bildung in diesen Räumen gut untergebracht ist, fand der Stammtisch in der nta statt.

Ruth Küster-Beilharz moderierte den Abend und bemühte sich redlich, die Gesprächsrunde in Schwung zu halten. Geladen waren nicht nur die stets in dieser Runde sitzenden Unternehmer, sondern auch Vertreter der Isnyer Schulen, Mitarbeiter der Stadtverwaltung und interessierte Bürger, die sich am Gespräch beteiligen konnten. Im ersten Teil berichteten die einzelnen Schulen über den Ist-Stand an ihren Einrichtungen. Professor Grübler eröffnete die Runde mit klaren Zahlen. 502 Schüler und Studenten, 38 Dozenten und zehn Gastdozenten – machte er einen kleinen Ausflug zu den Anfängen der Akademie. Damals, als noch weit und breit keine andere Bildungseinrichtung mit ähnlichen Ausbildungsangeboten in Sicht war, boomte es an der nta. Mittlerweile ist die Situation überschaubarer geworden, aber das ist für die Studierenden durchaus ein Vorteil. Axel Bächi, stellvertretender Schulleiter am Gymnasium, Juliane Wolf, Leiterin der Realschule, Wolfgang Grimm, Schulleiter der Hauptschule auf dem Sprung zur Werkrealschule, und Peter Manz, Leiter der Grundschule, berichteten fast unisono vom hohen Anteil an Schülern aus dem dicht angrenzenden Bayerischen Umland. 35 bis 40 Prozent besuchen von dort die Isnyer Schulen und es wären noch mehr, wenn das Platzangebot entsprechend wäre. Informationsbedarf Den anwesenden Unternehmern sollte auf diesem Wege nahegebracht werden, welche Schüler auf sie zukommen, wenn es um Ausbildungsplätze und Praktikumsstellen geht. Was aber bei den ganzen Gesprächen des Abends deutlich wurde ist ein ganz anderer Sachverhalt. Die Schüler, in dieser Runde nicht einmal durch die Schulsprecher vertreten, haben ganz offensichtlich dringenden Informationsbedarf wie es in der Berufswelt zugeht und welche Anforderungen an sie gestellt werden. Ein weiteres Problem ist, dass viele Hauptschüler (und auch andere) nicht in das durchaus vorhandene Raster passen. Man darf bei allen Versuchen, die Schulen „aufzutunen“ aber nicht vergessen, dass auch für die im praktischen Bereich liegenden Tätigkeiten Nachwuchs benötigt wird. „Nur Doktoren wären ein Übel“, war ein Kommentar. Was aber allen Schulen auf den Nägeln brennt, ist das nicht besonders gut ausgebaute „Sponsoring.“ Die Schulen brauchen Geld für ihre Aufgaben, und wenn die Industrie und das Handwerk gute Kräfte brauchen, wäre eine dauerhafte Patenschaft für die Schulen durchaus ein Schritt in die richtige Richtung. Überall werden die Mittel gekürzt, von Lehrmittelfreiheit ist schon lange keine Rede mehr und die Aufgaben werden immer komplexer. Stadt als Sponsor Die Lage ist nicht hoffnungslos, sondern höchstens ein wenig schwächlich. Bächi betrachtet noch immer die Stadt als den größten Sponsor und die Sanierung des Gymnasiums ist längst in Angriff genommen worden. Nur der Vorschlag eines Gemeinderats, den Bau der Mensa hinter der Hauptschule zurückzustellen, stieß auf allgemeines Unverständnis.

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