"Walk of freedom"

Protest in Kempten: Sklaverei existiert immer noch

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Aufruf und Schritte gegen Menschenhandel beim „Walk of freedom“ am Samstag in Kempten.

Kempten – Eine lange Reihe schwarzgekleideter Menschen zog schweigend durch die Straßen der Stadt: Etwa 100 Personen protestierten gegen den weltweiten Menschenhandel und sind damit Teil einer großen Bewegung. „Unbezahlbar“ bedeutet der auffallende Strichcode, den sie auf dem Rücken trugen.

Veranstalter war die Aktion A21, eine Non-Profit-Organisation; in Kempten wurde der Marsch vom Gebetshaus-Allgäu organisiert. Nadja Wirth-Lagemann eine der Verantwortlichen, betont jedoch den überkonfessionellen und überparteilichen Charakter der spendenfinanzierten Bewegung.

Die auffallende Gruppe verteilte Infoblätter an die Passanten mit erschütternden Informationen: „Seit 2002 hat Deutschland eine der liberalsten Gesetzgebungen zur Prostitution in Europa. Daher ist es ein Ursprungs-, Transit- und Zielland für Opfer von Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung geworden.“

Das Wort Menschenhandel darf hier als „Frauenhandel“ gelesen werden, wovon mehr als 90 Prozent der registrierten Opfer aus Ost- und Südosteuropa kommen. „Gemeinsam können wir das ändern“, dass Menschen wie Waren gehandelt und in modernen Formen der Sklaverei ausgebeutet werden, davon sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieses eindrucksvollen Protestmarschs fest überzeugt. Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“: 08000/ 116 016.

Elisabeth Brock

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